Klosterpark Altzella
Das Erbe der Zisterzienser
Als die Wogen der europäischen Reformation brachen, vertrieben die zum lutherischen Glauben konvertierten deutschen Landesfürsten die Mönche aus ihren Klöstern. Verwaiste Anlagen blieben zurück, in denen nur für den Geschichtskundigen der Widerhall des Wirkens der Ordensbrüder vernehmbar war.
Das geschah auch in Altzella, nachdem der sächsische Landesfürst Heinrich der Fromme die Säkularisierung des dortigen Zisterzienserklosters angeordnet hatte. Die seit 1175 von Mönchen bewirtschaftete Anlage zerfällt, ihre Steine werden für andere Bauwerke verwendet, die fast tausend kostbare Bände umfassende Bibliothek wird der Universität Leipzig übereignet.
Weil Altzella aber auch die Erbbegräbnisstätte des Wettinischen Fürstengeschlechtes ist, lässt das Interesse des Dresdner Hofes an dem Gelände nie vollständig nach. Kurfürst August III. errichtet hier im Jahr 1787 ein Mausoleum im Stil des Frühklassizismus, sein Kunstgärtner Johann Friedrich Hübler umgibt die stille weiße Grabstätte mit einem romantischen Landschaftspark.
Die so organisch wirkende künstliche Landschaft mit ihren alten Spitzbögen, den unerschütterlich wirkenden Giebeln und den gebrochenen Pfeilern lockt schon bald herausragende Protagonisten der deutschen Malerei wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter an, die in Altzella Inspiration in Hülle und Fülle finden. Was die Romantiker damals faszinierte, ist auch heute noch für jeden spürbar, der sich auf die leise Pracht der alten Klosteranlage einlässt.
Anschrift

Staatliche Schlösser, Burgen und
Gärten Sachsen
Klosterpark Altzella
Zellaer Straße 10 | 01683 Nossen
Telefon (03 52 42) 5 04-50
Telefax (03 52 42) 5 04-33
altzella@schloesserland-sachsen.de
www.kloster-altzella.de
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