Machtsymbol in Stein

RittersaalBildansicht vergrößern

Die mächtige Burg Mildenstein zählt zu den ältesten Burganlagen Sachsens, schon im Jahr 1046 taucht ihr Name erstmals urkundlich auf. Nacheinander halten hier Salierkönige, die Staufer unter Kaiser Barbarossa, der die Burg großzügig ausbauen ließ, später die wettinischen Markgrafen Hof. Unter ihnen wurde Mildenstein Gerichtshof und berüchtigtes Gefängnis.

Dreiflügeliger Altar der BurgkapelleBildansicht vergrößern

Noch heute lassen die Folterwerkzeuge und vielfach verriegelten Türen hinter meterdicken Mauern jene Besucher erschauern, die zuvor noch der Anblick des 3,70 Meter hohen »Döbelner Riesenstiefels« erheiterte. Bauhistorisch bedeutsam sind die Holzkonstruktion des gotischen Kornhausbodens, der Bergfried und die romanische Burgkapelle mit ihrem dreiflügeligen Altar ebenso wie die mittelalterlichen Rittersäle.

HerrenhauskellerBildansicht vergrößern

Die schiere Größe der Burganlage lässt Mehrfachnutzungen zu: Ausstellungen und Konzerte begleiten die Besucher durch das Jahr. Köstlichkeiten, die damals dem Kurfürsten in festlich ausgeleuchteten Sälen serviert wurden, werden auch heute noch zum Martinstag von Truchsessen und Pagen gereicht.

Zugleich können die rustikalen Rittersäle für private Feiern genutzt werden und auch Heiratswilligen überlässt Mildenstein gern für einen Tag die Herrschaft über die Burg. Die Dauerausstellung im Vorderschloss von Mildenstein informiert umfassend über die fast 1000-jährige Geschichte des steinernen Machtsymbols und lässt auf lebhafte Weise die Zeiten wiederauferstehen, in denen die Burg ein Ort nicht immer feinfühliger feudaler Gerichtsbarkeit war.

Anschrift

Karte Sachsen

Staatliche Schlösser, Burgen und
Gärten Sachsen

Burg Mildenstein
Burglehn 6 | 04703 Leisnig

Telefon (03 43 21) 6 25 6-0
Telefax (03 43 21) 6 25 6-25
mildenstein@schloesserland-sachsen.de
www.burg-mildenstein.de

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