Schlösser, Burgen & Gärten

So prachtvoll konnte der herrschaftliche Bauwille in Mittelalter, Renaissance und Barock sich nur ausleben, weil Reichtum und Kunstsinn aufeinandertrafen: Natur und Kultur, malerische Flusstäler und großartige Schlossanlagen, hohe Felsen und mächtige Festungen, tiefe Wälder und romantische Adelssitze bilden überall in Sachsen unvergessliche Kontraste. Wo sonst fänden Besucher einen Raum mit Millionen kunstreich gewebten Federn, in direkter Nachbarschaft dazu das älteste Schloss Deutschlands, kurz darauf drei prachtvolle Paläste wie Perlen auf einer Kette oder unerklärliche Treppenkonstruktionen, die jeder Physik zu spotten scheinen?
- Albrechtsburg Meissen
- Barockschloss Delitzsch
- Barockschloss Rammenau
- Dresdner Zwinger
- Fasanenschlösschen Moritzburg
- Festung Dresden
- Residenzschloss Dresden
- Schloss Augustusburg
- Schloss Colditz
- Schloss Freudenstein
- Schloss Hartenfels
- Schloss Klippenstein
- Schloss Krobnitz
- Schloss Lauenstein
- Schloss und Park Lichtenwalde
- Schloss Moritzburg
- Schloss Nossen
- Schloss und Park Neschwitz
- Schloss & Park Pillnitz
- Schloss Rochlitz
- Schloss Schlettau
- Schloss Voigtsberg
- Schloss Wackerbarth
- Schloss Weesenstein
- Schloss Wildeck
- Wasserschloss Klaffenbach

Wohlstand gedeiht hinter dicken Mauern: Nahezu alle strategisch bedeutenden Punkte Sachsens krönen daher feste Wehranlagen. Aufgereiht wie Perlen auf einer Kette in den tiefen Tälern der Mulden oder einsam thronend als höchste Festung Deutschlands. Um fast jede von ihnen ranken sich Geschichten und Sagen, die aus der sächsischen Historie einen der buntesten Bilderbögen Europas machen.

Wie das Leben am Hof so hat sich auch die Natur dem Willen des Herrschers zu fügen. Im barocken Garten verläuft das Labyrinth aus Buchsbaumhecken und gestutzten Hainbuchen so komplex wie eine absolutistische Hofintrige. Auch der scheinbar natürlich gewachsene Landschaftspark späterer Jahrhunderte entspringt in Wahrheit sorgfältiger Planung. So oder so sind auch in Sachsen europäische Meisterwerke der Gartenkunst das Resultat.

Die rauflustigen Ritter auf ihren Burgen waren in der Mehrzahl bildungsferne Gesellen, die kaum lesen, geschweige denn schreiben konnten. Es waren vor allem die Mitglieder der kirchlichen Orden, die Sachsen mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten kultivierten. Bedeutende Klosteranlagen erzählen in Sachsen von jener urtümlichen Zeit, als das spätere »Mutterland der Reformation« erstmals christlich wurde.

Heute sind einige der schönsten und bedeutendsten Herrenhäuser Sachsens wieder in privatem Besitz. Oft haben sie sich dabei in stilvolle Hotels, moderne Tagungszentren oder kulinarische Tempel verwandelt. Deren Gäste müssen nicht erst ihre Vorstellungskraft bemühen, um sich in »Schlossherr« oder »Burgfräulein « zu verwandeln. Im gastfreundlichen Sachsen stehen viele Türen zu einer herrschaftlichen Existenz auf Zeit weit offen.

