Sächsische Schlösserverwaltung wird Staatsbetrieb

26.11.2002

Staatssekretär Dr. Wolfgang Voß: "Mit der Entscheidung über die wichtigsten Personalien kann der neue Staatsbetrieb nunmehr am 1. Januar 2003 planmäßig seinen Betrieb aufnehmen."

Im Rahmen der Tagung aller Schlossleiter der Sächsischen Schlösserverwaltung in Meißen stellte der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen, Dr. Wolfgang Voß, die letzten Details des am 1. Januar 2003 seinen Betrieb aufnehmenden neuen Staatsbetriebes "Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen" vor.

Direktor des neuen Staatsbetriebes soll der bisherige Pressesprecher im Staatsministerium der Finanzen, Regierungsdirektor Stephane Beemmelmans, werden. Der 1965 in Toulouse (Frankreich) geborene Beemelmans kam 1994 nach Abschluss des rechtswissenschaftlichen Studiums und Referendariats in Bonn nach Dresden. Nach Stationen im Sächsischen Sozialministeriums, der Landesvertretung des Freistaates Sachsen in Bonn und der Sächsischen Staatskanzlei war er seit 1. April 2001 Referatsleiter für Landtags- und Kabinettsangelegenheiten und zusätzlich seit Anfang September 2001 Pressesprecher im Staatsministerium der Finanzen.

"Ziel der Reform ist, mehr Verantwortung vor Ort, Vereinfachung und Transparenz von Unternehmensabläufen, weitere Optimierung des wirtschaftlichen Handelns im Rahmen des grundsätzlichen kulturellen Auftrags, eine konzeptionelle Stärkung und eine bessere Verzahnung der einzelnen Schlossbetriebe.", so Finanz-Staatssekretär Dr. Voß heute bei der Vorstellung des zukünftigen Direktors in Meißen. Neben der organisatorischen Umwandlung in einen Staatsbetrieb mit den bisherigen Schlossbetrieben als Niederlassungen, werden auch die Kompetenzen der einzelnen Ebenen stärker dezentralisiert. Das Staatsministerium der Finanzen beschränkt sich in Zukunft auf nur noch wesentliche Aufgaben wie die grundsätzlichen Kontroll- und Überwachungsaufgaben. Zugleich werden Genehmigungsvorbehalte abgebaut. Der Staatsbetrieb übernimmt seinerseits die Verantwortung für die Gesamtnutzungs- und Vermarktungskonzeption sowie für die betriebswirtschaftliche Steuerung des Gesamtbetriebes. Die Schlossbetriebe schließlich sind zuständig für die inhaltlichen Ausgestaltungen und Durchführungen der Konzeptionen in ihren jeweiligen Bereichen und für die eigenen wirtschaftlichen Tätigkeiten. Dies alles wird im Rahmen des grundsätzlichen kulturhistorischen Auftrages geschehen, nämlich die wertvollen Anlagen späteren Generationen als Zeitzeugen authentisch zu erhalten.

Staatssekretär Dr. Voß dankte zugleich der bisherigen Leiterin der Abteilung Schlösserverwaltung im Landratsamt für Finanzen, Frau Dr. Andrea Dietrich, für ihre sehr engagierte und gute Arbeit. Sie übernimmt nunmehr die Leitung der Staatlichen Schlösser und Gärten Dresden mit den drei Geschäftsstellen Großer Garten, Schloss und Park Pillnitz und Brühlsche Terrasse/Zwinger/Stallhof sowie von Schloss Weesenstein.

Zum Sächsischen Schlösserverbund gehören neben den Staatlichen Schlössern und Gärten Dresden und Schloss Weesenstein weiterhin die Schlösser Moritzburg, Ramenau, Rochlitz, Nossen, die Burgen Stolpen, Kriebstein, Gnandstein, Mildenstein, die Albrechtsburg Meißen, der Barockgarten Großsedlitz und der Klosterpark Altzella. Darüber hinaus zählen dazu die in der Rechtsform der GmbH organisierten Schlösser Augustusburg/Scharfenstein/Lichtenwalde und die Festung Königstein. Mit Wirkung des 1. Januar 2003 wird zusätzlich Schloss Colditz in den neuen Staatsbetrieb integriert.

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