Teamwork in Pillnitz: Schlossmuseum und Kunstgewerbemuseum eröffnen Präsentation zum 300. Jubiläum der Erbauung des Wasserpalais

09.07.2021

#15 | 2021

Ab 10. Juli 2021 feiern Schloss & Park Pillnitz und das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) den Baubeginn des barock-chinoisen Schlossareals mit der Präsentation „Gläsernes Zeugnis – 300 Jahre Baugeschichte Wasserpalais in Pillnitz“ im Kuppelsaal des Neuen Palais. August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, ließ 1721 das Wasserpalais erbauen, um es als Ort für das vom 3. bis 9. August stattfindende Fest des polnischen Ordens des Weißen Adlers in angemessener Kulisse nutzen zu können. Die früheste erhaltene bildliche Darstellung des Palais findet sich auf einem kleinen gläsernen Pokal aus dem Jahre 1721. Dieses Exponat ist heute Teil der Sammlung des Kunstgewerbemuseums.

Altes Glas zum Leben erweckt

Im Zentrum der kleinen aber feinen Präsentation vom 10. Bis zum 25. Juli steht der barocke gläserne Pokal, der gerade einmal 20,5 Zentimeter hoch ist. Er zeigt auf der Vorderseite ein Porträtmedaillon August des Starken und auf der Rückseite das in noch drei Gebäudeteile gegliederte Wasserpalais mit dem Lustgarten im Vordergrund. Seitlich schließen sich sechs während eines abendlichen Feuerwerks schießende Kanonen an sowie auch eine Vogelstange und zwei Säulenpaare für Schaukeln, die auf die diversen Schießwettbewerbe und die zahlreichen Spielanlagen im Parkgelände während der Festlichkeiten verweisen.

Mit Hilfe dieses zeitgenössischen gläsernen Zeugnisses und historischer Baupläne für das Lust- und Spielschloss aus der Zeit um 1721 konnte eine 3D-Rekonstruktion der frühen Schloss- und Gartenanlage erstellt werden, die über eine „Guckkasten-Installation“ erlebbar gemacht wird.Die Präsentation ist im  Schlossmuseum von Dienstag bis Sonntag, von 10:00 bis 17:00 Uhr für das Publikum geöffnet. Das Schlossmuseum hat dienstags bis sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Auftakt zu gemeinsamen Projekten

Doch hinter dieser Gemeinschaftsaktion steckt noch mehr. Was viele Besucherinnen und Besucher nicht wissen: in Schloss Pillnitz sind zwei Kulturinstitutionen tätig. Wasser- und Bergpalais beherbergen das Kunstgewerbemuseum der SKD mit seinem reichen Bestand angewandter Kunst und Design seit dem Mittelalter bis in die Gegenwart sowie dem neu etablierten Design Campus. 

Zuständig für die Pflege, den Erhalt und die Bewirtschaftung der Park- und Gartenanlage, des Schlossmuseums im Neuen Palais und des Palmenhauses ist der Schlossbetrieb Schloss & Park Pillnitz der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG). Dieses gemeinsam zelebrierte Jubiläum ist der  Auftakt weiterer Projekte, die SKD und SBG in den kommenden Monaten und Jahren vor Ort in Pillnitz planen. Ziel ist es, Schloss & Park Pillnitz im Umfeld der Kulturlandschaft Pillnitz dem Publikum als ein Gesamterlebnis zu präsentieren.

Zwei Köpfe – ein Gedanke

Hinter diesem Anliegen stecken die beiden Leiter der Pillnitzer Einrichtungen, Dr. Dirk Welich (SBG) und Thomas Geißler (SKD). Den Besucherinnen und Besuchern ein Gesamterlebnis in den drei Palais und in der Parkanlage anzubieten liegt auf der Hand, so Schlossleiter Welich: „Denn den Unterschied spüren unsere Gäste ohnehin kaum. Sie erwarten, dass die Angebote vor Ort den Geist der Pillnitzer Kulturlandschaft und die Geschichte des einmaligen Gesamtkunstwerkes Pillnitz vermitteln. Und wir müssen alles tun, um weiterhin viele Menschen dafür zu begeistern und sie nach Pillnitz einzuladen. Beide Institutionen tuen dies. Hier gibt es kein Gegeneinander, hier gibt es nur ein Miteinander.“ 

Dem schließt sich der Museumsdirektor Thomas A. Geisler an: „Wir sehen es als unseren Auftrag an, weiterhin viele Menschen für diesen außergewöhnlichen Ort zu begeistern und hierher einzuladen. Dies beinhaltet, alle Epochen der Anlage – von ihrer Entstehung bis in die Gegenwart – bekannt zu machen, als Ort der  Begegnung mit Geschichte und Menschen. Dazu gehört auch die Gegenüberstellung von Historischem und Zeitgenössischem.“

Bereits im August 2021 folgt als nächstes Gemeinschaftsprojekt eine Intervention zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen aus Deutschland und Großbritannien in den Dauerausstellungen der beiden Museen. „Artist’s Conquest“ heißt das neue Format, das zukünftig alle drei Palais mit zeitgenössischen Kunst-Kommentaren „erobern“ wird.

www.schloesserland-sachsen.de     

https://kunstgewerbemuseum.skd.museum/

 

Hochauflösende Pressebilder stehen zum kostenfreien Download unter www.skd.museum/presse zur Verfügung.

 

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