Sachsenforst und Schlösserland Sachsen üben den Schulterschluss für eine geschichtsträchtige Ruine

26.08.2014 | Pressemitteilung 17 | 2014

Sachsenforst und die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH vereinbaren eine Gemeinschaftsaktion zum Erhalt der künstlichen Ruine auf dem Schlossberg Pillnitz

Sachsenforst und die Staatliche Schlösser Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG) begründeten im Juli 2014 in einer gemeinsamen Absichtserklärung eine Kooperation zur Wiederherstellung der künstlichen Ruine auf dem Schlossberg in Pillnitz, oberhalb von Schloss und Park Pillnitz.  

Ziel und Inhalt der Kooperation – Natur und Kunst in Einklang bringen

Der geschichtsträchtige Aussichtspunkt an der Ruine soll wieder hergestellt und erlebbar gemacht werden. Beide Partner erarbeiten gemeinsam eine übergeordnete Entwicklungs- und Nutzungskonzeption, die denkmalpflegerische wie naturschutzrechtliche und forstbetriebliche Aspekte in Einklang bringt. Außerdem werden die Partner in engem Austausch stehen und in regelmäßigen Arbeitstreffen Planungen und Maßnahmen abstimmen – ganz im Sinne einer bestmöglichen, effektiven Nutzung vorhandener Kompetenzen und Kapazitäten.

Erste konkrete Maßnahmen

Sobald das gemeinsame Konzept vorliegt und mit den Behörden abgestimmt ist, sollen ab Anfang 2015 zugewachsene Sichtbeziehungen von der Ruine in das Elbtal und zu den umliegenden Höhenzügen wieder freigeschnitten und somit erlebbar werden. Die Pillnitzer Parklandschaft wird damit einen wesentlichen, bislang wenig bekannten Anziehungspunkt zurück erhalten. Allerdings sind eine gute Vorbereitung und viel Geduld gefragt. In dem Gelände mit Steilhängen und flachgründigen Böden haben die Waldbestände vielfältige wichtige Funktionen wie Bodenschutz, Naturschutz oder Schutz des Kleinklimas. Dazu gehört auch ihr landschaftsbildprägender Charakter in Verbindung mit Kulturdenkmalen wie der Pillnitzer Ruine. „Wir werden die Waldbestände in der Umgebung der Ruine nach dem gemeinsamen Konzept behutsam gestalten und historische Sichtbezüge öffnen, ohne die anderen Waldfunktionen zu beeinträchtigen“, sagte der Geschäftsführer von Sachsenforst, Prof. Dr. Hubert Braun mit Blick auf die zukünftige Waldbewirtschaftung.  

„Die Wiederherstellung der historischen Sichtbezüge zwischen der Ruine auf dem Schlossberg und dem Schloss & Park Pillnitz sind ein weiterer Schritt in Richtung Wiederherstellung des Gesamtkunstwerkes Pillnitz.“ sagte Geschäftsführer der SBG gGmbH, Dr. Christian Striefler.  

Die Ruine auf dem Schlossberg in Pillnitz

Die künstliche Ruine auf dem Schlossberg in Pillnitz wurde Ende des 18. Jh. unter Kurfürst Friedrich August III. (1750-1827) errichtet und zu festlichen Anlässen genutzt. Der einst bedeutende und von Zeitgenossen vielgerühmte Blick- und Aussichtspunkt hoch über Schloss und Weinbergkirche Pillnitz hatte während der letzten Jahrzehnte stark gelitten, insbesondere durch baulichen Verfall und den Aufwuchs von schnellwüchsigen Baumarten wie Robinie und Spitz-Ahorn.  

Zukunftsweisend in diesem Sinne sind die schwärmerischen Worte des Reisenden Christian Gottfried Klose, der dem versteckten Kleinod um 1786 einen Besuch abstattete: „Dieser Ort, zu dessen Verschönerung sich Natur und Kunst so glücklich vereint haben, enthält alles was man nur Schönes und Romantisches denken kann.“

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