Ausstellung Pöppelmann 3D. Bücher – Pläne – Raumwelten

14.05.2013

 

17. Mai bis 01. September 2013 im Buchmuseum der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

geöffnet täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr

 

Veranstalter: European Network for Baroque Cultural Heritage (ENBaCH) - Teilprojekt TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH und der SLUB Dresden

 

 

 

 

Pressekonferenz am 14. Mai, 11-12 Uhr, SLUB, Talleyrandzimmer

am 14. Mai, 11-12 Uhr, SLUB, Talleyrandzimmer

Ausstellungseröffnung am 16. Mai, 19 Uhr, SLUB, Vortragssaal:

am 16. Mai, 19 Uhr, SLUB, Vortragssaal:

Begrüßung, Grußworte und Einführung:

 

 

Dr. Achim Bonte (Stellvertretender Generalektor der SLUB Dresden)

Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen (Rektor der TU Dresden)

Dr. Christian Striefler (Geschäftsführer der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH, Dresden)

PD Dr. Elisabeth Tiller, ENBaCH/TU Dresden

Dr. Peter Heinrich Jahn, ENBaCH/TU Dresden

 

 

Musikalische Untermalung:

 

Christian Hostettler (Liuto forte)

 

Sponsoring Umtrunk:

 

 

La Villetta, Dresden

Dresdner Backhaus

 

 

Pöppelmann 3D. Bücher – Pläne – Raumwelten:

Im Zentrum dieser Ausstellung steht der Hofbaumeister Augusts des Starken, Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736), der Dresden und Sachsen mit repräsentativer Architektur absolutistische, vom römischen Barock geprägte Züge verliehen hat. Pöppelmann wird im Buchmuseum der SLUB jedoch nicht nur als genialer Baumeister von europäischem Rang gewürdigt, sondern zugleich als Leser: Der Dresdner Hofarchitekt verfügte, wie viele seiner Kollegen, über eine eigene Büchersammlung, in welcher er keineswegs nur Fachliches versammelt hatte.

Pöppelmanns Hauptwerk, dem Zwinger, gilt ein Schwerpunkt der Ausstellung. Diese kapriziöse Architekturschöpfung, die gleichwohl nur einen kleinen Teil von Pöppelmanns monumentalen Schloss-Projektierungen realisierte, wird in ihrer Planungs- und Entstehungsgeschichte in einer 3D-Visualisierung nachgebildet. Eigenhändige Zeichnungen und Pläne Pöppelmanns ergänzen den Blick auf diesen Höhepunkt europäischer Barockarchitektur, deren erste mediale Repräsentation, Pöppelmanns Zwinger-Kupferstichwerk von 1729, die Ausstellung ebenfalls zeigen wird.

Originalpläne und –zeichnungen Pöppelmanns zu weiteren Projekten machen schließlich offenbar, zu welcher Meisterschaft der Hofbaumeister im Verlauf seines Schaffens im Dresdner Oberbauamt gelangt ist. Ein Blick auf die Fachliteratur in seiner Privatbibliothek sowie architekturtheoretische Werke der kurfürstlichen Bibliothek, zu der Pöppelmann Zugang hatte, ermöglicht darüber hinaus Einsicht in den architektonischen Schaffensprozess. Die Gegenüberstellung von Plänen und architekturtheoretischer Literatur macht deutlich, in welchem Maße der Dresdner Hofbaumeister Wissen aus Büchern und Stichen zog, um daraus eigene Schöpfungen zu kreieren.

Der zweite Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich der privaten Büchersammlung Pöppelmanns, deren rund 80 Titel nicht nur architektonische Fachliteratur, sondern eine Vielzahl von Themenbereichen aufgreifen. Über die Zusammenstellung dieser Sammlung gibt Pöppelmanns Nachlassakte Aufschluss, die im Dresdner Hauptstaatsarchiv verwahrt wird. Für Pöppelmanns Privatbibliothek gilt, was beinahe alle in der Ausstellung zum Vergleich herangezogenen privaten Buchbestände betrifft: Nach dem Tode ihrer Besitzer wurden die Büchersammlungen zerstreut, lediglich die Nachlassinventare geben Hilfestellung für deren Rekonstruktion.

Die Rekonstruktion der Bibliothek Pöppelmanns gibt Aufschluss über die persönlichen Interessen Pöppelmanns, die sich, jenseits der Architektur, zwischen Erbaulichem und Geschichtswerken in vielerlei Richtungen bewegen. Vergleiche mit den privaten Büchersammlungen von Dresdner Kollegen und weiteren Hofarchitekten der Zeit lassen Querverbindungen und Unterschiede hervortreten. Einblicke in den barocken Buchmarkt ergänzen schließlich den Nachvollzug der Austauschprozesse zwischen Text und Architektur, wie sie überdeutlich noch in Pöppelmanns chinoisen Erweiterungsbauten zu Schloss Pillnitz vorzufinden sind.

Die Ausstellung ist eine Initiative des TU Dresden-Teilprojektes Baroque Fantasies – Creating Exotic Spaces. The Case of Dresden im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes European Network of Baroque Cultural Heritage (ENBaCH), an dem weitere Teilprojekte der Universitäten Barcelona, Greifswald, Paris, Rom, Teramo Warschau und Wien beteiligt sind. Dieses europäische Forschungsprojekt wird im Programm Kultur der Europäischen Kommission noch bis Mitte 2014 gefördert. Die Realisierung der Ausstellung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, die unter anderem ein über viele Jahre zusammen mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) durchgeführtes Forschungsprojekt, die 3D-Visualisierung von Bau- und Planungsphasen des Zwingers, einbringt. Dritte Partnerin ist die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), die nicht nur als Hausherrin der Ausstellung Räumlichkeiten, Logistik und Know-how zur Verfügung stellt, sondern auch den Großteil der Exponate beisteuert. Im Sinne von Dresden Concept ist die Ausstellung Ergebnis der Zusammenarbeit von vier großen Wissens- und Kultur-Institutionen, die vor Ort einem kooperativ erarbeiteten lokalen Thema gemeinsam zu Öffentlichkeitspräsenz verhelfen.

Die Ausstellung wird von einer Vortragsreihe begleitet, die Teilaspekte des Gezeigten beleuchtet. Am 20.06.2013 spricht PD Dr. Cordula Bischoff (Dresden) zu „Chinoiserie am Sächsischen Hof – Mainstream oder Avantgarde?", am 27.06.2013 Dr. Jarl Kremeier (Berlin) zu „Balthasar Neumann (1687–1753) und seine Bibliothek: Einblicke in einen barocken Bücher und Grafikschatz"; am 04.07.2013 folgt Dr. Peter Heinrich Jahn (Dresden) mit „Pöppelmann in Rom: Prolog und Effekt einer Fortbildungsreise", sowie schließlich am 11.07.2013 Dr. Mathias Ullmann (Dresden) mit „Ehrenfried Walther von Tschirnhaus: Der Modernisierer Sachsens und seine verschollene Bibliothek". Die Vorträge finden jeweils donnerstags um 19.00 Uhr in der SLUB (Vortragssaal bzw. Talleyrandzimmer) statt.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung werden jeweils donnerstags, 17 Uhr, am 30.05., 27.06. und 25.07.2013 angeboten.

 

Webseite der Ausstellung mit 3 Pressebildern:

http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/ausstellungen-veranstaltungen/ausstellungen-der-slub/geplante-ausstellungen/

1. Ausschnitt der 3D-Visualisierung, HTW Dresden und Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH

2. Kronentor des Zwingers. M.D. Pöppelmann: Aufrissentwurf für einen Torturm inmitten der Langgalerie des Dresdner Zwingers, 1713

Kronentor des Zwingers.M.D. Pöppelmann: Aufrissentwurf für einen Torturm inmitten der Langgalerie des Dresdner Zwingers, 1713

3. Tobias Beutel: Cimelium Geographicum Tripartitum, Oder Dreyfaches Geographisches Kleinod, Dresden 1680. Pöppelmann besaß dieses Standardwerk über die sächsische Geschichte und Geographie, verfasst vom Aufseher über die Kunstkammer Tobias Beutel.

Tobias Beutel:Pöppelmann besaß dieses Standardwerk über die sächsische Geschichte und Geographie, verfasst vom Aufseher über die Kunstkammer Tobias Beutel.

 

Einladung und Vortragsprogramm zur Ausstellung:

http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/ausstellungen-veranstaltungen/ausstellungen-der-slub/geplante-ausstellungen/

Ausschnitt der 3D-Visualisierung, HTW Dresden und Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH Kronentor des Zwingers.M.D. Pöppelmann: Aufrissentwurf für einen Torturm inmitten der Langgalerie des Dresdner Zwingers, 1713Tobias Beutel:Pöppelmann besaß dieses Standardwerk über die sächsische Geschichte und Geographie, verfasst vom Aufseher über die Kunstkammer Tobias Beutel.

 

 

Rückfragen und weitere Informationen:

ENBaCH TU Dresden, Zeunerstrasse 1b, Raum 220, 01062 Dresden

Anja Schwitzgebel, Tel: 0351 463-42388, Email: Anja.Schwitzgebel@tu-dresden.de

 

 

 

 

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