Jubiläumsausstellung „Der Stein der Weis(s)en“ 2010 - Objekt der Woche

25.11.2009

In Vorbereitung der Jubiläumsausstellung „Der Stein der Weis(s)en“ auf der Albrechtsburg Meissen wird zurzeit am Leitsystem für die Besucher und an der museumspädagogischen Konzeption gearbeitet.

Als neue Ausstellungsobjekte sind auch zwei seltene Porzellan-Plaketten mit Reliefporträts von König Albert und Königin Carola von Sachsen ins Schloss gelangt. Sie wurden seitens der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen bei einem Kunsthandelsunternehmen gezielt angekauft, wobei über deren ursprüngliche Herkunft nichts Näheres bekannt ist.

 

Die Plaketten wurden um 1900 aus Meissener Porzellan gestaltet. Sie zeigen auf blaßgrün glasiertem Fond ein mattes weißes Relief mit dem Profil des Königs und der Königin. Die Porträts sind oberhalb mit der Umschrift „König Albert von Sachsen“ bzw. „Königin Carola von Sachsen“ betitelt. Den Rahmen bildet ein teilweise vergoldeter Blätterkranz, an dem sich eine Messingöse befindet. Beide Plaketten haben einen Durchmesser von je 11 Zentimeter und tragen auf der Rückseite die unterglasurblaue Schwertermarke und die Prägenummern.

 

Die Bedeutung beider Plaketten für die Ausstellung liegt vor allem darin begründet, dass sich das Königspaar für die Restaurierung und künstlerische Neugestaltung der Albrechtsburg stark engagiert hatte.

Albert (1828-1902) wurde 1873 König von Sachsen und ließ die unter seinem Vater Johann begonnenen Arbeiten in der Albrechtsburg fortsetzen. Insbesondere die Ausstattung der Räume mit historistischen Wandmalereien, Fußböden, Öfen und Mobiliar fiel in seine Regierungszeit. Zusätzliche Gelder aus der französischen Kriegskostenentschädigung von 1871 ermöglichten diese Maßnahmen unter der Oberleitung von Hofrat Wilhelm Rossmann. Am 4. September 1881 feierte König Albert mit der Staatsregierung und Volksvertretern in der Großen Hofstube der Albrechtsburg nicht nur das fünfzigjährige Jubiläum der sächsischen Verfassung, sondern auch den Abschluss bei der Wiederherstellung des Schlosses. Sie galt fortan nach Rossmanns Worten als „Monument ihrer eigenen Geschichte sowie derjenigen des regierenden Hauses“.

 

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