Schloss GlauchauSammler, Stifter und Gelehrte

Angehörige eines der ältesten sächsischen Adelsgeschlechter, die reichsunmittelbaren – d. h. allein dem Kaiser unterstehenden und damit zum Hochadel zählenden – Herren von Schönburg, errichteten gegen Ende des 12. Jahrhunderts am Rand des Muldentals eine Burg als Zentrum ihrer neuen Herrschaft Glauchau. Dreihundert Jahre später wurde dieser Wehrbau zu einem spätgotischen Wohnschloss umgebaut. Als Zeugnisse jener Modernisierung fallen noch heute die schönen Vorhangbogenfenster im Ostflügel auf, die das Gestaltungsvorbild der von Arnold von Westfalen erbauten Albrechtsburg Meissen (siehe S. 20) aufgriffen. Sowohl die spitzbogigen Portale als auch Räumlichkeiten wie der Festsaal (»Rittersaal«) und die Schlosskapelle gehen ebenfalls auf diese Zeit zurück. Andere Formen wie die volutengezierten Stufengiebel oder der schöne Erker entstanden erst während der Frührenaissance.

Damals wurde in unmittelbarer Nähe, nur durch einen Graben von Hinterglauchau getrennt, das Schloss Forderglauchau neu erbaut, was den Anlass bot, auch das ältere Gebäude ein wenig dem aktuellen Zeitgeist anzugleichen.

Das Museum im Schloss Hinterglauchau gehört zu den ältesten seiner Art in Sachsen. Es wurde bereits 1884 gegründet und präsentiert mehrere Sammlungskomplexe, darunter Gemälde, sakrale Skulpturen, Möbel und Kunsthandwerk. Zu den Themen, denen sich die Ausstellungen widmen, gehören die Glauchauer Stadtund Schlossgeschichte, das Alltagsleben der Webern in den Schönburgischen Landen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert sowie die Geschichte des herrschaftlichen Wohnraum- Interieurs von der Renaissance bis zum Historismus.

Ein weiterer Ausstellungskomplex mit bildender Kunst (Grafik, Malerei, Plastik) geht größtenteils auf eine Stiftung des Dresdner Medizinprofessors und Kunstsammlers Prof. Dr. Paul Geipel (1869– 1956) zurück. Da der berühmte Renaissancegelehrte Georgius Agricola (1494–1555), als »Vater der Mineralogie « bekannt geworden, in Glauchau geboren wurde, widmet sich eine spezielle Kabinettsausstellung seinem Leben und Werk. Eine kleine, aber feine Mineraliensammlung ergänzt diesen Bereich.

Veranstaltungen & Ausstellungen

Sa, 19.03.2016 bis Fr, 03.06.2016, Öffnungszeiten: 14:00 - 17:00 Uhr | Ausstellungen
Tagtraum
Sa, 04.06.2016, 19:00 Uhr | Theater, Konzerte, Lesungen
3. Glauchauer Museums-Nacht
Sa, 11.06.2016, 15:00 - 16:30 Uhr | Theater, Konzerte, Lesungen
Dresden um 1900 - Ein Dorado für die Künste
So, 22.05.2016 bis Fr, 30.12.2016, 14:00 - 17:00 Uhr | Ausstellungen
Von Romantik bis Impression

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Anreise & Anfahrtsskizze

Vorteile schlösserlandKARTE

Kontakt

Schloss Glauchau
Schlossplatz 5a | 08371 Glauchau

Kooperationspartner der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen.

Telefon +49 3763 2931

E-Mail schlossmuseum@glauchau.de

Mehr Informationen finden Sie unter
http://www.glauchau.de/glauchau/content/12/13112003173749.asp

Preise & Öffnungszeiten

Eintritt

  • Kompaktkarte 5,00 EUR / ermäßigt  3,50 EUR  (alle Ausstellungsbereiche)
  • Kombikarte 3,50 EUR / ermäßigt 1,50 EUR  (Ermäßigung gilt nur für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre)
  • Führungen mit Voranmeldung p.P. 6,50 EUR    (ab 5 Personen)
  • Gruppenermäßigungen pro Person 1,00 EUR  (betrifft Kindergärten und Schulklassen)
  • Hier gilt die schlösserlandKARTE.

Öffnungszeiten

  • Di bis Fr | 9:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 - 17:00 Uhr
  • Sa und  So | 14:00 - 17:00 Uhr
  • an gesetzlichen Feiertagen 14:00 - 17:00 Uhr

Änderungen vorbehalten