Orangenbäumchen des Dresdner Zwingers bekommen neue Kübel
14.04.2026
23 Orangenbäumchen aus dem Dresdner Zwinger bekommen für die Sommersaison einen neuen blau-weiß-gestreiften Kübel. Die empfindlichen Pflanzen brauchen intensive Pflege, um hier in Sachsen gedeihen zu können.
Endlich ist es soweit: Nach vier Jahren Pause ziehen ab Juni 2026 wieder Orangenbäumchen in den Dresdner Zwinger. Zu Zeiten Augusts des Starken beherbergte der Dresdner Zwinger 1.700 Orangenbäumchen. In den Bogengalerien war ihr Winterquartier. Seit 2017 stehen insgesamt 76 italienische Bitterorangenbäumchen in symmetrischer Anordnung im Zwingerhof, erinnern an die Sammelleidenschaft Augusts des Starken und die Geschichte des Zwingers als seine Orangerie. Während der aufwändigen Sanierung des Zwingerhofs von 2021 bis 2025 blieben die Pomeranzen auch in den Sommermonaten in ihrem Winterquartier, dem Barockgarten Großsedlitz in Heidenau. Für die Pflege der Orangenbäumchen gibt es bei der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG) besonders spezialisierte Gärtner, die Orangeure. Sie kümmern sich um den fachgerechten Schnitt, die Ernte der Pomeranzen, das Umkübeln, Schädlingsbekämpfung, Düngen und Bewässern. Von den 76 Bitterorangenbäumchen, die in den Dresdner Zwinger gehören, bekommen in diesem Frühjahr 23 Stück einen neuen Kübel. Traditionell sind alle Kübel der Zwingerpomeranzen blau-weiß gestreift und erinnern damit an die Farben des Meißner Porzellans. Die alten Kübel waren nach inzwischen fünf Jahren Nutzung durch einen holzzersetzenden Pilz teilweise morsch geworden und mussten ersetzt werden. Eine Böttcherei aus Sachsen-Anhalt stellte die Sonderanfertigungen aus deutschem Eichenholz her. Da der Wechsel in den neuen Topf für die Orangenbäume viel Stress bedeutet, verbleiben die 23 frisch umgekübelten Exemplare in diesem Sommer in ihrer gewohnten Umgebung in Großsedlitz. In den Dresdner Zwinger ziehen ab 1. Juni insgesamt 52 Exemplare um.
Vorbereitungen für den Umzug laufen auf Hochtouren
Von Mitte Oktober bis Mitte Mai stehen die empfindlichen Zitrusgewächse in der Oberen Orangerie des Barockgarten Großsedlitz. Sobald die Nächte frostfrei sind, ziehen die Orangenbäumchen dann in den Zwingerhof um. Vorher werden sie in Form geschnitten und abgeerntet. Der Umzug ins Dresdner Stadtzentrum ist jedes Mal wieder logistisch aufwändig und dauert ca. eine Woche. Vier Gärtnerinnen und Gärtner sind dann damit beschäftigt, die ca. 120 Kilogramm schweren Kübel mit den inzwischen bis zu 3,5 Meter hohen Pflanzen aus der Oberen Orangerie herauszuheben. Mit einer speziellen Hebel- und Transportkarre sowie einem elektrischen Hubwagen werden sie auf einen niedrigen PKW-Anhänger mit Windschutz zur Sicherung der Baumkronen verladen. Mit jeweils vier Orangenbäumchen pro Fahrt, werden die 19 km zum Dresdner Zwinger zurückgelegt. Der Transport und Ortswechsel sind für die anspruchsvollen Pflanzen eine enorme Belastung.
Herzliche Einladung zum nächsten Pressetermin:
Für den Einzug der ersten Orangenbäumchen in den Dresdner Zwinger am 1. Juni erhalten Sie voraussichtlich Mitte Mai eine Einladung.
Neue Paten gesucht!
Um die aufwändige Pflege der Pomeranzen zu finanzieren, gibt es seit 2017 ein Patenprojekt über den Freundeskreis Schlösserland Sachsen. Patenschaften werden für die Dauer von fünf Jahren geschlossen und basieren auf einer jährlichen Spende von 550 €. Am Orangenbäumchen wird ein personalisiertes Schild angebracht. 2018 waren alle Patenschaften vergeben. Ungefähr zwei Drittel der Paten verlängern seitdem ihre Patenschaft regelmäßig. Aktuell suchen 20 Pomeranzen einen neuen Paten. Interessierte, die eine Patenschaft übernehmen wollen, melden sich bitte direkt beim Freundeskreis Schlösserland Sachsen. Infos und Kontakt unter www.freundeskreis-schlösserland.de