Viele Sperrungen im Großen Garten fallen ab Frühjahr 2026 weg

08.01.2026

Dank zusätzlicher finanzieller Mittel vom Freistaat Sachsen können zahlreiche gesperrte Wege im Großen Garten Dresden ab März 2026 freigegeben werden. Im vergangenen Jahr musste wegen fehlender Verkehrssicherheit an vielen Stellen gesperrt werden.

 

Schon seit Oktober 2025 laufen die Baumpflegemaßnahmen im Großen Garten Dresden wieder auf Hochtouren. Viele der seit März 2025 in den stark frequentierten Teilen der Parkanlage bestehenden Absperrungen, sollen pünktlich zum Frühlingsanfang wegfallen. Damit das gelingt, gab es für die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG), die den Großen Garten bewirtschaftet, zusätzliche finanzielle Mittel vom Freistaat Sachsen in Höhe von 400.000 Euro. Zusammen mit Eigenmitteln von SBG wurden insgesamt 800.000 Euro mobilisiert, um schnellstmöglich die nötigen Maßnahmen beauftragen zu können. „Diese Investition ist kein Luxus, sondern Verantwortung: für die Sicherheit der Menschen, für den Erhalt des Großen Gartens und für die Lebensqualität in Dresden. Die zusätzlichen Mittel ermöglichen es, notwendige Baumpflegearbeiten umzusetzen und gleichzeitig die Sicherheit für die Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten“, betonte Sachsens Finanzminister Christian Piwarz.

Klimawandel bedroht Gartendenkmal
Seit Beginn der Fällsaison Anfang Oktober 2025 wurden 1.500 Baumpflegemaßnahmen durchgeführt und weitere 1.600 in die Wege geleitet. Der Grund für die Sperrungen ist sogenanntes Totholz. Äste in den Baumkronen oder gleich ganze Bäume sterben aufgrund von Trockenheit oder Krankheit als Folge des Klimawandels ab und verlieren ihre Standsicherheit. Damit ist die Verkehrssicherheit rund um den Baum nicht mehr gewährleistet. Bei Sturm und Unwetter, durch erhöhtes Gewicht bei Schneefall oder auch ganz unkontrolliert, kann das Totholz dann abbrechen. Geschäftsführer der SBG, Dr. Christian Striefler: „Die Zahl der Baumfällungen im Großen Garten hat sich in den letzten Jahren drastisch gesteigert. Obwohl wir jedes Jahr mehr in die Baumpflege investieren, eigene Baumpfleger ausbilden und neue Technik anschaffen, lässt sich die ständig steigende Zahl der nötigen Pflegemaßnahmen schwer bewältigen. Mit dem Geld vom Freistaat sind wir einen großen Schritt vorangekommen und können bis März viele Absperrungen aufheben. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Die Auswirkungen des Klimawandels sind im Großen Garten Dresden deutlich sichtbar. Von Trockenheit geschwächte Bäume sind anfälliger für Krankheiten, wie z.B. die Rußrindenkrankheit oder das akute Eichensterben. Seit 2020 sind die Fällzahlen jährlich gestiegen (siehe Anlage). 2025 hat SBG allein im Großen Garten 425 Bäume gefällt. Um das historische Gartendenkmal zu bewahren und seine Gestaltung zu erhalten, wird regelmäßig nachgepflanzt. In der Herbst-Wintersaison 2025/26 sind 60 Neupflanzungen von z.B. Eichen und Linden geplant bzw. schon erfolgt.

Hintergründe und Besucherordnung
Der Große Garten Dresden ist eine 146 Hektar große barocke Parkanlage mit imposanten Sichtachsen, verschlungenen Wegen, Skulpturen, Wasserläufen und Seen, dem Koniferen-, Stauden-, Dahliengarten und dem frühbarocken Palais im Zentrum. Die Cafés, Bühnen oder Freizeiteinrichtungen wie der Zoo, der Botanische Garten und die Dresdner Parkeisenbahn, machen den Großen Garten Dresden zu einer Natur- und Kulturoase. Für den Erhalt des Gartendenkmals und zur Sicherheit der Gäste des Großen Gartens, gibt es eine Besucherordnung. Diese ordnet u.a. den Verbleib auf den Wegen an und weist auf Gefahren durch Astabbruch hin.

TypoScript object not found (lib.loginbox)