Lebensaufgabe Burgvogt
Eine Burg retten, Schätze finden und in die Zukunft denken – in etwa so lautet die Jobbeschreibung eines Schlossleiters in Sanierungszeiten.

„Ein Burgvogt braucht einen langen Atem“, sagt Bernd Wippert. Nach 37 Dienstjahren auf Schloss Kriebstein übergibt er seinen Nachfolgern eine Burg mit gesichertem Felsfundament, dichten Dächern und sanierter Kapelle, einen Mitarbeiterstamm von acht Leuten vor Ort, Saisonkräften, Ehrenämtlern und die Mitglieder des Freundeskreises. „Wenn jede Generation ihre Aufgaben erledigt, stehen die Burgen noch in 600 Jahren“, sagt er.

Burgvogt: Sanieren, restaurieren, erhalten
Beim Amtsantritt 1980 musste Bernd Wippert die alten Mauern von Kriebstein quasi mit bloßen Händen vor dem Verfall bewahren. Nach der Währungsunion bestellte er dann Baumaterial, um die Burgdächer abzudichten und zapfte in den folgenden Jahren jeden Fördertopf an, der in Frage kam. „Sanieren, restaurieren, erhalten – ich kam kaum zum Nachdenken“, sagt er rückblickend. 

Hüter der musealen Schätze
Kriebstein dankt es ihm mit Überraschungen: Ein zugemauerter Kaminzug war randvoll gefüllt mit Tafelsilber, Porzellan, Büchern und kostbaren Textilien. Um davon auch etwas auf der Burg zeigen zu können, waren seine persönlichen Kontakte zur Familie von Arnim, den Burgbesitzern bis 1945, hilfreich: Bernd Wippert erreichte, dass mehrere Schatzteile und der museale Bestand des Hauses auf der Burg bleiben konnten. Besonders stolz ist er darauf, das lange ausgelagerte Kriebsteinzimmer zurück auf die Burg gebracht zu haben. Das Zimmer ist eine einzigartige spätgotische Bohlenstube aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

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