Kunst und Kohle

Austellungsraum der städtischen Sammlungen FreitalBildansicht vergrößern

Romantik, Expressionismus und Industriegeschichte an einem Platz? Schloss Burgk in Freital führt Gegensätze zusammen! Das einstige Rittergut, seit dem 14. Jahrhundert als Herrensitz bekannt und im 19. Jahrhundert administrativer Mittelpunkt der »Freiherrlich von Burgkschen Steinkohlenwerke«, beherbergt heute einen Museumskomplex mit höchst unterschiedlichen Sammlungsschwerpunkten.

Die Städtische Kunstsammlung und die Stiftung Pappermann zeigen auf Burgk außerordentliche Werke der sächsischen Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter Bilder des Romantikers Carl Gustav Carus und des Expressionisten Conrad Felixmüller. Krönung der Ausstellung sind neun Gemälde von Otto Dix, der zwischen 1927 und 1933 im benachbarten Dresden an der Kunstakademie lehrte.

Das schwarze Kontrastprogramm zu buntem Öl auf Leinen wartet gleich nebenan im Hauptgebäude des Schlosses, wo die über 450-jährige Geschichte des Bergbaus rund um Freital facettenreich dokumentiert wird. Eine authentisch nachgestaltete Untertagesituation macht in einem Seitengebäude den berüchtigten Uran-Bergbau der SDAG Wismut, der nach 1945 das Rohmaterial für die sowjetische Atombombe lieferte, eindrücklich erlebbar. Das Gelände beherbergt außerdem das einzige Besucherbergwerk Sachsens, das sich der Dokumentation des frühindustriellen Steinkohlenbergbaus widmet. Ein besonderes Glanzlicht der Burgkschen Sammlung bildet dabei eine Leihgabe des Siemens Forum München: »Dorothea«, die erste elektrische Grubenlokomotive der Welt, lädt Technikfans zum andächtigen Bestaunen.

Anschrift

Karte Sachsen

Städtische Sammlungen Freital auf Schloss Burgk
Altburgk 61 | 01705 Freital

Telefon 0351 6491562
E-Mail: museum@freital.de
Internet: www.freital.de/museum

Kooperationspartner der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen.