Burg HohnsteinNaturherberge im Elbsandstein
Kein Feind erstürmte jemals die Wälle der Burg Hohnstein im Elbsandsteingebirge. Zu schroff türmen sich ihre Mauern, zu steil ragt der kantige Felssporn aus dem Polenztal. Auch an Befreiung war nie zu denken, weshalb nur wenige Kerker im Mittelalter mehr Furcht erregten als das schwarze Loch von Hohnstein: »Wer da kommt nach Hohenstein«, heißt es im Volksmund, »der kommt selten wieder heim«.
Ein Ausspruch, der heute glücklicherweise nicht mehr zutrifft. Die derzeitigen Burgherren heißen auf der Burg Hohnstein überaus gern Gäste willkommen. 1924 zur »schönsten Jugendherberge Deutschlands « gewählt, steht das Gästehaus für alle Generationen heute Besuchern aus nah und fern zur Übernachtung offen. Auf dem Felsplateau logiert man inmitten eines der schönsten Nationalparks Europas, der Sächsischen Schweiz.
Zahllose Geschichten von der ereignisreichen Vergangenheit der Burg Hohnstein erzählt man sich hier: Vom Bärengraben des Kurfürsten Christian II., dessen Schließung Anwohner 1756 erzwangen, weil ausgebrochene Tiere im Ort für »Stimmung« sorgten. Von der steilen Wartenbergstraße, die im Jahr 1813 Napoleon angeblich den Sieg in der Völkerschlacht bei Leipzig kostete, weil Artillerie und Train am nassen Anstieg kapitulieren mussten. Und auch vom unheimlichen Galgenberg, auf dem noch im Jahr 1795 die letzte öffentliche Hinrichtung zahllose Schaulustige lockte.
Heute lockt die Burg Hohnstein mit t der »Burgführung mit allen Sinnen«, vielen Konzerten, George Bährs berühmter Stadtkirche und dem alljährlichen Puppenspielfestival vor dem Museum.














