Schlösser und Burgen entlang des Malerweges
Auf den Spuren der Romantiker
Die bizarren, fast märchenhaften Felsformationen, die wilden Schluchten und erhabenen Tafelberge des Elbsandsteingebirges haben Menschen zu allen Zeiten inspiriert. Hiervon zeugen die berühmten Gemälde, Kupferstiche und Skizzen von Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus und Ludwig Richter. Entlang des Malerweges, einem der beliebtesten Wanderwege Deutschlands, kann man ihren Spuren heute wieder folgen und dabei auch malerische Herrenhäuser und trutzige Festungsanlagen entdecken.…weiter
Länge ca. 112 km
Links & Tipps
Weitere Routen
Wir haben für Sie noch weitere Routen zusammen gestellt, die Sie über diese Links erreichen können:
- Das Tal der Burgen
- Schlösser und Burgen entlang des Malerweges
- Pracht und Genuß
Mit Musik zur Bastei
Auf sommerlichen Spaziergängen im Liebethaler Grund suchte der große sächsische Komponist Richard Wagner Inspiration für seinen „Lohengrin”. Das ihm gewidmete Museum im nahegelegenen Graupa wird bald in das dortige Schloss umziehen. Unweit des ehemaligen Ausflugslokals Lochmühle befindet sich auch das größte Richard-Wagner-Denkmal der Welt.
Entlang der Wesenitz kommt man nach Lohmen, dessen Schloss einst als „Perle des Wesenitztales” galt. Bergab durch den Wehlener Grund werden die Ruinen der mittelalterlichen Burganlage von Wehlen erreicht. Oberhalb von Rathen befindet sich die berühmteste Felsformation der Region, die Bastei. Von dort eröffnet sich ein atemberaubender Blick über das Elbtal. Lohnenswert ist der Besuch in der Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz, die Werke jener Künstler zeigt, die das Elbsandsteingebirge in ihren Bildern festgehalten haben. Hinter der Bastei stehen die Reste der in den Stein gehauenen Felsenburg Neurathen. Am Fuße der Bastei zieht die Felsenbühne Rathen, die schönste Freilichtbühne Deutschlands, in jedem Sommer Theaterbesucher in ihren Bann.
Bildansicht vergroessern- Felsenbühne in Rathen
Panoramablicke und Nebelschwaden
Vom Hockstein mit seinen Überresten einer mittelalterlichen Wehranlage kann man das Polenztal wunderbar überblicken, über dem auch die als uneinnehmbar geltende Burg Hohnstein auf einem steil emporragenden Felssporn thront. Von Hohnstein aus führt der Malerweg am ehemaligen Bärengarten vorbei, Zeugnis der Jagdleidenschaft des Sächsischen Hofes. Die Aussicht vom Brand, dem „Balkon der Sächsischen Schweiz”, zählt zu einer der schönsten auf dem Malerweg. Besonders beindruckend sind die Nebelschwaden, die dort oft am frühen Morgen aus dem Elbtal emporsteigen.
In Altendorf genießt man einen Panoramablick zu den Schrammsteinen mit ihren zerklüftete Felsformationen. Von dort führt der Malerweg zum Lichtenhainer Wasserfall, einem beliebten Ausflugsziel, dass auch mit der Kirnitzschtalbahn zu erreichen ist. Weiter geht es zum Kuhstall, einer großen Felsenhöhle, und über die schmale Himmelsleiter hinauf zum ehemaligen Herrensitz Wildenstein. Auf dem Gipfel des Arnstein sind die Reste einer weiteren Raubritterburg zu finden. Der Aufstieg zum Großen Winterberg, der höchsten Erhebung auf der rechten Elbseite, lohnt sich wegen der großartigen Aussicht bis hinein in die Böhmische Schweiz.
Bildansicht vergroessern- Basteibrücke
Links der Elbe
In Schmilka, an der Grenze zur Tschechischen Republik, wird die Elbe mit der Fähre überquert. Der Ausblick vom Wolfsberg auf der linken Elbseite soll Caspar David Friedrich zum Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer” inspiriert haben. Sehenswert sind auch der Papststein mit seinen Abbruchflächen und herunter gefallenen Steinblöcken und die Schwedenhöhle, in der die Bewohner des heutigen Kurortes Gohrisch in Kriegswirren Zuflucht fanden.
Die reizvolle Felsnadel Barbarine am Pfaffenstein ist der Sage nach eine verwünschte, zu Stein erstarrte Jungfrau. Von dort kann man besonders gut erkennen, dass die Tafelberge einst ein zusammenhängendes Sandsteinplateau bildeten, das in der Kreidezeit am Boden eines Meeres entstanden war. Am Fuße des Quirls, auf dessen riesigem Plateau früher sogar Ackerbau betrieben wurde, führt der Malerweg bis Königstein. Über der Stadt thront Europas größte Bergfestung, die Festung Königstein, die zu einer Reise durch ihre wechselvolle Geschichte und zu fantastischen Ausblicken einlädt. Auf der alten Festungsstraße geht es nach Thümsdorf mit seinem Schloss und seiner exotischer Parkanlage.
Bildansicht vergroessern- Felsnadel Barbarine
Impressionen und Exkursionen
In Naundorf zeigt das Robert-Sterl-Haus den Nachlass des bekannten Impressionisten. Über die Königsnase gelangt man hinab zum Elberadweg, dem beliebtesten Radweg Deutschlands. In der sehenswerten, noch stark von der Renaissance geprägten Stadt Pirna angekommen, endet der Malerweg am Canalettohaus. Der sächsische Hofmaler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, verewigte dessen Giebelansicht in seinem Ölgemälde „Der Marktplatz zu Pirna”. Von dort aus lassen sich das Landschloss Zuschendorf mit seiner berühmten botanischen Sammlung im gleichnamigen Pirnaischen Stadtteil, das Schloss Weesenstein im nicht weit entfernten Müglitztal und der Barockgarten Großsedlitz im benachbarten Heidenau gut erkunden.

