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La dolce vita auf zwei Rädern

Burgen und Schlösser treffen Wein und Bier
Eigentlich sollte man sich zwei, drei Tage Zeit nehmen, um auf dem Motorrad die Gegend rund um Dresden zu erkunden. Nicht nur zum Genuss der köstlichen alkoholischen Getränke aus heimischer Produktion sind Zwischenübernachtungen ratsam. Eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, zu denen auch viele Burgen und Schlösser zählen, findet sich am Wegesrand. Und natürlich herrliche Landschaften mit Bergen und Tälern und vor allem vielen Kurven. …weiter

Länge ca. 230 km

Festung Dresden Dresdner Zwinger Schloss Wackerbarth Fasanenschlösschen Moritzburg Schloss Moritzburg Albrechtsburg Meissen Schloss Nossen Burg Stolpen Schloss und Park Pillnitz Großer Garten Klosterpark Altzella

Weitere Routen

Wir haben für Sie noch weitere Routen zusammen gestellt, die Sie über diese Links erreichen können:

 

Holz und Kohle
Wer Freital nicht umfahren möchte, sollte das Schloss Burgk besuchen. Im Museum ist nicht nur die Geschichte des Freitaler Steinkohlereviers dargestellt. Es verfügt auch über eine bemerkenswerte Sammlung von ca. 500 Gemälden Dresdner Künstler aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, darunter neun von Otto Dix. Bestens zum „Beine vertreten” geeignet sind im nahegelegenen Tharandt die Burgruine auf einem Felsen mitten in der Stadt und der Forstbotanische Garten der bereits 1811 gegründeten Forstakademie mit 2000 Gehölzarten aus aller Welt. In der Umgebung der Stadt befindet sich das größte Waldgebiet Sachsens, der Tharandter Wald. 

Weltliche und geistliche Macht
Über Wilsdruff erreicht man Nossen, wo das Schloss wie eine Festung über der Freiberger Mulde thront. Ganz in der Nähe liegt der Klosterpark Altzella. Nach der Auflösung des Zisterzienserklosters im Zuge der Reformation wurden Teile der Gebäude abgetragen und später die verbliebenen Ruinen in die Gestaltung eines Landschaftsparks einbezogen.

Die Wiege Sachsens
Die Weiterfahrt nach Meißen erfolgt parallel zum Triebischtal, dass einen Abstecher wert ist. Unweit des Triebischtals wird das Kaolin für die Porzellanherstellung gefördert. In Meißen lohnt es sich, zunächst einmal das Motorrad abzustellen und die Stadt zu Fuß zu erkunden. 

Während der Ostkolonialisierung ließ der deutsche Kaiser an der Elbe eine Burg errichten, die zur Keimzelle der Stadt Meißen und der gleichnamigen Markgrafschaft wurde, aus der sich das heutige Sachsen entwickelte. Der mächtige Burgberg dominiert noch heute die Stadt. Anstelle der Burg steht der erste deutsche Schlossbau, die Albrechtsburg. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der gotische Dom mit seiner kostbaren Ausstattung, den Goethe einst schwärmerisch als  „das schlankste, schönste aller Gebäude jener Zeit, die ich kenne” bezeichnete.

Rotes Dächermeer
Vom Burgberg hat man einen fantastischen Ausblick auf die niemals zerstörten, mit roten Ziegeln bedeckten Häuser der Altstadt. Für den architektonisch Interessierten hält Meißen prächtige Bauensemble aus verschiedenen Epochen bereit. Als Zentrum des sächsischen Weinanbaus bietet die Stadt alles, was aus Rebensaft gewonnen wird. Besonders urig geht es in der Traditionsgaststätte Vinzenz Richter am Markt zu. Hier kann man auch gut den Klang des ältesten Glockenspiels aus Meissner Porzellan vernehmen, das von der benachbarten Frauenkirche ertönt und an das Produkt erinnert, dass Meißen weltberühmt gemacht hat. Nicht nur für Liebhaber des Porzellans ist ein Besuch der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen natürlich ein Muss. 

 

Von Wein zu Bier
Entlang der Sächsischen Weinstraße und damit entlang der Elbe geht es nach Diesbar-Seußlitz, wo man die barocke Pracht von Schloss Diesbar bewundern kann, und wieder zurück nach Meißen. Nur etwa zwanzig Kilometer in Richtung Osten liegt das Jagdschloss Moritzburg in traumhafter Kulisse und umgeben von zahlreichen Fischteichen. Fährt man eine Runde um den großen Schlossteich herum, kann man über einen Fußweg auch das Fasanenschlösschen erreichen.

Lohnenswert ist ein Besuch im Sächsischen Landesgestüt, nicht nur zu den berühmten Hengstparaden im September. In den Gasthäusern der Gegend wird neben Fisch auch Wild aus den ehemals königlichen Wäldern serviert. Nächster Halt ist die Bierstadt Radeberg, wo man die berühmte Brauerei besichtigen kann. Mitten im Ort steht jedoch noch ein anderes Kleinod, das Schloss Klippenstein.

Königliche Residenz
Entlang der Grenze zum Oberlausitzer Bergland geht es weiter nach Stolpen. Burg Stolpen, berühmt geworden durch Grafin Cosel, die hier 49 Jahre in Gefangenschaft verbrachte, widmet sich natürlich besonders seiner berühmtesten Bewohnerin und zeigt die Härte und Grausamkeit vergangener Jahrhunderte.

Für alle, die es eher rätselhaft haben möchten, empfiehlt sich dagegen der Besuch in Schloss Schönfeld. Das Zauberschloss bei Dresden ist Treffpunkt internationaler Magier. In Dresden selbst stehen dem Reisenden nun viele Möglichkeiten offen.

Der Zwinger, das Residenzschloss mit seinen Museen und dem Stallhof, die Festung Dresden, der Große Garten, das Lingnerschloss, Schloss Eckberg und Schloss Pillnitz sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als Abschluss der Reise bietet sich ein Besuch in einem der Restaurants der Altstadt oder in einem Szenelokal der Dresdner Neustadt an.  Dort ist man immer willkommen, ganz egal, ob man Wein oder Bier bevorzugt.