Kurvenspaß mit Schlossgarantie
Über raue Berge und durch schmale Täler
Südöstlich von Dresden kann man mit seinem Motorrad auf kurvenreichen Straßen mit vielen Steigungen und Gefällen sehr viel Spaß haben. Denn dort kommt man durch die beeindruckenden Landschaften der Sächsischen Schweiz und des Erzgebirges. Und das Beste daran ist, das man zwischendurch immer wieder anhalten kann, um auch die Schönheit von Herrenhäusern und Gärten am Wegrand zu genießen, die dort in großer Zahl vorhanden sind. …weiter
Länge ca. 230 km
Weitere Routen
Wir haben für Sie noch weitere Routen zusammen gestellt, die Sie über diese Links erreichen können:
- La dolce vita auf zwei Rädern
- Kurvenspaß mit Schlossgarantie
- Durch das Land der Burgen und Schlösser
Die Magie des Müglitztals
Die neue Autobahn in Richtung Prag ist von Dresden aus die schnellste Möglichkeit, Heidenau zu erreichen, wo man ins romantische Müglitztal abbiegt. Zuvor lohnt aber ein kurzer Abstecher zum Barockgarten Großsedlitz.
So oder so gelangt man über Dohna zum Schloss Weesenstein mit seiner wertvoller Inneneinrichtung und seinem schönem Park. Von dort aus fährt man durch eine Landschaft, die schon König Johann von Sachsen in ihren Bann schlug. Dicht an der Strecke liegt das Schloss Maxen, wo sich einst berühmte Künstler trafen. Seit 2003 finden auf der Naturbühne Maxen im ehemals königlich-sächsischen Marmorbruch wieder regelmäßig Veranstaltungen statt. Maxener Marmor fand unter anderem beim Bau der Dresdner Hofkirche Verwendung.
Bildansicht vergroessern- Schloss Weesenstein
Sächsische Präzision
Weltberühmt wurde die Stadt Glashütte durch die im Jahr 1845 von Ferdinand Adolph Lange gegründete Uhrenmanufaktur, die erste Uhrenfabrik Deutschlands. Heute vermitteln ein Rundgang durch das Uhrenmuseum und ein Besuch in der gläsernen Manufaktur von Glashütte Original einen Eindruck von der exklusiven Glashütter Uhrmacherkunst, die nach der deutschen Wiedervereinigung zu neuer Blüte gekommen ist. Das Schloss in Bärenstein befindet sich heute im Privatbesitz. Sehenswert sind das Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bahnhof, der von Bürgerhäusern umsäumte Markt und die älteste originale Postmeilensäule Sachsens. Eine Ausstellung über die sächsischen Postmeilensäulen ist im Schloss Lauenstein zu sehen, das noch heute die gleichnamige mittelalterliche Stadt dominiert. Die Stadtkirche verfügt über eine sehenswerte Ausstattung im Stil des Manierismus.
Zeugen des Bergbaus
Rund um Altenberg kann man nicht nur Zeugen der 800-jährigen Bergbaus im Erzgebirge besichtigen, sondern auch vorzüglich Wintersport betreiben. Ein Besuch der Bobbahn lohnt jederzeit. Besonders begehrt ist das Mitfahren auf einem Gästebob. Auf dem Weg zurück in die Sächsische Schweiz fährt man durch Bad Gottleuba, der ehemals größten Heilstätte Sachsens. Durch die Neuerschließung des Altbergbaus „Marie Louise Stolln” als Besucherbergwerk und dessen Teilnutzung als Heilstollen hat der Kurort wieder an Bedeutung gewonnen.
Bildansicht vergroessern- Gästebobfahren in Altenberg
Hohe Felsen und tiefe Täler
Das obere Bielatal ist besonders reich an bizarr geformten Felsformationen. Die Barbarine ist das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Bevor man tiefer in die Kernzone des Nationalparks eindringt, ist ein Besuch der Festung Königstein sehr zu empfehlen. Im Kurort Bad Schandau auf der anderen Elbseite befindet sich der Eingang zum Kirnitzschtal. Die Kirnitzschtalbahn, eine historische Straßenbahn, führt von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Weiter entlang der Kirnitzsch kann man auf Wanderwegen atemberaubende Ausblicke auf das Elbsandsteingebirge erlangen.
Vor mehr als 150 Jahren wurde in Sebnitz mit der Kunstblumenherstellung begonnen. Noch heute kann man im Haus „Deutsche Kunstblume Sebnitz” in einer Schaumanufaktur eine Vielfalt von Seidenblumen entstehen sehen. Das Museum der Firma Tillig präsentiert über 100 Jahre Modelleisenbahngeschichte. Durch kleine Ortschaften gelangt man nach Hohnstein. Auf der Burg Hohnstein sind Museen und ein Gästehaus beheimatet. Verlässt man die Stadt, kommt man auf eine ehemalige Rennstrecke, auf der in den zwanziger Jahren das Hohnsteiner Bergrennen ausgetragen wurde.
Bildansicht vergroessern- Sebnitzer Blumenmädchen
Auf den Spuren der Maler
In Lohmen thront hoch oben auf einem mächtigen Sandsteinfelsen das Schloss, welches einst "eine Perle des Wesenitztales" genannt wurde und heute auch die Touristinformation beherbergt. Für bekannte Maler der Romantik wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter war es auf ihren Wanderungen durch die Sächsische Schweiz meistens der erste eindrucksvolle Anblick. In unmittelbarer Nähe steht die Lohmener Kirche, eine der schönsten Dorfkirchen Sachsen. Fährt man auf Stolpen zu, ist das Wahrzeichen der Stadt, die über 775 Jahre alte Burgruine, weithin sichtbar. Die Stadt musste nach einem Brand 1723 komplett wieder aufgebaut werden und präsentiert sich daher heute im einheitlichen barocken Gewand. Auf dem Rückweg nach Dresden kommt man noch am Schloss Schönfeld vorbei, das sich als Zauberschloss einen Namen gemacht hat. Doch verzaubert ist man sowieso.

