Die Paläste der alten und neuen Reichen
Spuren sächsischer Industriegeschichte
Sachsen war bis zum Zweiten Weltkrieg die führende Industrieregion in Deutschland. Reiche Fabrikanten konnten sich so prächtige Villen bauen, die den Palästen des Adels nicht nachstanden. …weiter
Länge ca. 240 km
Weitere Routen
Wir haben für Sie noch weitere Routen zusammen gestellt, die Sie über diese Links erreichen können:
- Paläste der alten und neuen Reichen
- Fremdherrschaft und Toleranz
Zentrum der sächsischen Industrie
Das Industriemuseum Chemnitz macht die sächsische Industriegeschichte nacherlebbar. Hier kann man nicht nur bedeutende sächsische Erfindungen wie den Kaffeefilter, die Spiegelreflexkamera und das Feinwaschmittel entdecken, sondern auch eine alte Dampfmaschine fauchen hören. Im einstigen Kloster und späteren Schloss auf dem Schlossberg ist heute ein Museum. Unter den Chemnitzer Fabrikantenvillen ragt die Residenz von Herbert Esche heraus, die Henry van de Velde als Gesamtkunstwerk des Jugendstils gestaltete. Eigenwillig sieht auch das Wasserschloss Klaffenbach am südlichen Stadtrand aus.
Schnelle Reifen
Von Schloss Wildeck wird die Stadt Zschopau überragt, wo seit 1922 „heiße Öfen” gebaut werden. Die europaweit bedeutendste Ausstellung von Motorrädern kann man im nahen Jagdschloss Augustusburg anschauen. Dort hat man auch einen Panoramablick auf das Erzgebirge, dessen Bodenschätze die Industrialisierung Sachsens erst ermöglichten. Im Museum Kalkwerk Lengefeld wird die mehr als 400-jährige Geschichte des Kalkabbaus aufgezeigt.

- Der Frohnauer Hammer
Sachsens älteste Ferienstraße
In Olbernhau kann man ebenso die berühmte erzgebirgische Holzkunst bestaunen wie die Saigerhütte mit ihren historischen Anlagen zur Kupferverarbeitung. Dort trifft man auf die Silberstraße, die zwischen Dresden und Zwickau mehr als 800 Jahre sächsischer Bergbaugeschichte erlebbar macht. Nachdem weiter westlich das majestätisch auf einem Felsen thronende Schloss Wolkenstein passiert ist, lohnt ein Besuch der ehemaligen Zinngrube Ehrenfriedersdorf. Ganz in der Nähe liegt die Stadt Annaberg-Buchholz, deren bergmännische Regeln lange für ganz Deutschland maßgebend waren. In der beeindruckenden Annenkirche stellt der einzigartige Bergknappschaftsaltar den historischen Silberbergbau dar. Technik des 17. Jahrhunderts demonstriert der Eisenhammer im Ortsteil Frohnau. Unweit von Schloss Schlettau kann man auf der Strecke Cranzahl-Oberwiesenthal noch täglich mit der Dampflok fahren. Ein Eisenbahnmuseum gibt es in Schwarzenberg, nicht weit vom Schloss Schwarzenberg entfernt.
Schwarzes Gold
Nördlich der Silberstraße liegt Hartenstein. Außer der Schlossruine und der Burg Stein findet man dort mit dem Schlosshotel Wolfsbrunn auch die ehemalige Villa eines „Kohlenbarons”. Die Geschichte des sächsischen Steinkohlebergbaus erzählt das Bergbaumuseum in Oelsnitz. Ins Schlosspalais Lichtenstein lädt heute das Daetz-Centrum für Holzbildhauerkunst ein.

- Das Bergbaumuseum Oelsnitz
Luxus auf Rädern
Weiter westlich, in Zwickau, schuf August Horch Luxuswagen der Marken „Horch” und später „Audi”, Letzteres eine lateinische Übersetzung seines Nachnamens. Das nach ihm benannte Museum in der alten Audi-Fabrik zeigt ein Jahrhundert sächsischer Automobilbaukunst.
Textiles Gestalten
Die Wiege der Stadt Crimmitschau ist das heutige Schlosshotel Schweinsburg. Im Schloss des Stadtteils Blankenhain sollte man das Deutsche Agrarmuseum besuchen. Eine komplett erhaltene historische Tuchfabrik kann man im Westsächsischen Textilmuseum besichtigen. Die prächtigen Villen der Textilfabrikanten findet man in der Lindenstraße. Textilien waren auch wichtig für Glauchau, wo gleich zwei Schlösser nebeneinanderstehen. Wenn man schnelle Zwei- und Vierräder liebt, ist der Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal nicht nur an Veranstaltungstagen einen Besuch wert. Von dort ist es ein Katzensprung zurück nach Chemnitz.

- Das Westsächsische Textilmuseum

