Fremdherrschaft und Toleranz
Die einzigartige Kulturlandschaft der Oberlausitz
Im Laufe der Geschichte wechselten in der Oberlausitz immer wieder die Herrscher. Die Region ist daher nicht nur sächsisch, sondern auch schlesisch, böhmisch, ungarisch und österreichisch geprägt. Hier leben seit vielen Jahrhunderten Deutsche und slawische Sorben miteinander. Überhaupt wurde Toleranz immer großgeschrieben, wovon einzigartige sakrale Stätten und Kunstwerke Zeugnis geben, die man auf der „Via Sacra” erkunden kann. …weiter
Länge ca. 165 km
Links & Tipps
Weitere Routen
Wir haben für Sie noch weitere Routen zusammen gestellt, die Sie über diese Links erreichen können:
- Paläste der alten und neuen Reichen
- Fremdherrschaft und Toleranz
Zentrum der sorbischen Kultur
Die Altstadt von Bautzen hat ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt. Sie liegt malerisch auf einem Felsen oberhalb der Spree, dominiert von der Ortenburg, einst Sitz der fremden Statthalter. Das Sorbische Museum in einem Nebengebäude erschließt seinen Besuchern eine reiche und lebendige Volkskultur. Der Dom St. Petri wird seit 1524 von Katholiken und Protestanten gleichermaßen genutzt. Reiche Schätze birgt das barocke Domstift.
Eine der schönsten Städte Deutschlands
Weiter östlich an der Grenze zu Polen liegt Görlitz mit 3500 denkmalgeschützten Gebäuden von der Gotik bis zum Jugendstil. Selbst die Synagoge überstand die Wirren der Zeit. Beim „Biblischen Haus” ist die Fassade mit Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament geschmückt. In der Peterskirche verzaubert die barocke „Sonnenorgel”, die sogar Vogelgezwitscher imitieren kann, ihre Zuhörer. Von dort führt ein Pilgerpfad zum „Heiligen Grab”, einer originalgetreuen, 500 Jahre alten Kopie der heiligen Stätten in Jerusalem.

- Der Untermarkt von Görlitz
Katholische Insel im Mutterland der Reformation
Bereits seit dem Jahr 1234 existiert das auf halbem Wege zwischen Görlitz und Zittau gelegene Zisterzienserkloster St. Marienthal. In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden befindet sich ein internationales Begegnungszentrum.
Stadt im Dreiländereck
Die sehenswerte Altstadt von Zittau dominieren heute Gebäude des Klassizismus. Durch Produktion und Handel von Textilien war Zittau einst wohlhabend geworden. Kein Wunder, dass auch die bedeutendsten Kunstwerke der Stadt textiler Natur sind – und dazu in Deutschland einmalig: Die reich verzierten Fastentücher dienten dazu, den Altarraum in der Fastenzeit abzuhängen. Das Große Fastentuch hat in der ehemaligen Kreuzkirche, das Kleine Fastentuch im früheren Franziskanerkloster, dem heutigen Stadtmuseum, seinen Platz gefunden.

- Der Berg Oybin mit Klosterruine
Kleinstes Mittelgebirge Deutschlands
Das südlich der Stadt gelegene Zittauer Gebirge kann man täglich mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn erreichen. Auf dem Felsen oberhalb von Oybin liegen die Ruinen der Burg- und Klosteranlage, die schon Romantiker wie Caspar David Friedrich zu Bildern inspirierten. Westlich von Zittau liegt das Schlosshotel Althörnitz.
Erfolgreiche Missionare
Auf halbem Weg nach Löbau liegt Herrnhut. Dort gründete Ludwig Graf Zinzendorf mit Glaubensflüchtlingen aus Mähren, die sich bereits vor Luther von der katholischen Kirche abgewandt hatten, die Herrnhuter Brüdergemeinde, die in die ganze Welt auszog. Die Herrnhuter Losungen sind das älteste protestantische Gebetbuch. In der Adventszeit leuchten in vielen Ländern die berühmten Herrnhuter Sterne.

- Die Oberstadt von Bautzen
Moderne und Tradition
Die Stadt Löbau verfügt nicht nur über eine sehenswerte Altstadt, sondern mit der Villa Schminke auch über ein bedeutendes Bauwerk der Moderne. Weiter westlich liegt Cunewalde, dessen Gotteshaus als größte protestantische Dorfkirche in Deutschland gilt. Das Ortsbild wird von den für die Region typischen Umgebindehäusern geprägt, einer perfekte Synthese aus deutscher Fachwerkskunst und slawischer Blockhausbauweise. Von Cunewalde aus ist es nicht weit zurück nach Bautzen.

