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Zwischen Natur und Kultur

Mit dem Fahrrad an der Elbe entlang
Der Elberadweg zählt zu den beliebtesten Radwegen in Deutschland. Er reicht von der tschechischen Grenze bis zur Elbmündung bei Cuxhaven. Der sächsische Teil ist besonders reizvoll, verbindet er doch dramatische Landschaften mit weltberühmten Kulturstätten. …weiter

Länge ca. 190 km

Festung Dresden Dresdner Zwinger Schloss Wackerbarth Albrechtsburg Meissen Schloss Hartenfels Festung Königstein Schloss und Park Pillnitz

Weitere Routen

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Faszinierende Natur
Idealer Ausgangspunkt für eine erlebnisreiche Reise auf zwei Rädern ist Bad Schandau. Etwas weiter nördlich thront auf einem Tafelberg die Festung Königstein. Von dort hat man einen herrlichen Panoramablick auf den Nationalpark Sächsische Schweiz. Meistens trifft man auch auf Freeclimber, denn das Klettern ohne Hilfsmittel wurde hier bereits im 19. Jahrhundert erfunden, um die empfindlichen Felsen vor Schäden zu schützen. Dennoch ist der Sandstein als Baumaterial immer begehrt gewesen, ob für das Brandenburger Tor oder die Frauenkirche. Weiter flussabwärts liegt die Felsenbühne Rathen, eines der schönsten Naturtheater Europas. Oberhalb davon inspiriert die Bastei, ein steil zur Elbe abfallender Felsen, nicht nur Künstler. Pirna ist das Tor zur Sächsischen Schweiz. Die historischen Stadtansichten des Barockmalers Canaletto lassen sich noch heute im Stadtbild mühelos wiedererkennen.

Welterbe des sächsischen Kunstsinns
Nach Erreichen der Stadtgrenze von Dresden ist der Besuch von Schloss Pillnitz ein Muss. Ab dem „Blauen Wunder”, der berühmten Dresdner Elbbrücke, kann man auf beiden Seiten der Elbe fahren. Die drei sogenannten Elbschlösser am rechtselbischen Steilufer des Flusses bilden ein prächtiges Ensemble. Kurfürst August der Starke ließ gegenüber der Altstadt die barocke Neustadt errichten, wo er sich als „Goldener Reiter” verewigte. Vom Elbufer am Japanischen Palais hat man den berühmten Canalettoblick auf die Silhouette der Altstadt mit Brühlscher Terrasse, Residenzschloss, Hofkirche, Zwinger und Semperoper. Rund um die Frauenkirche ist der historische Neumarkt am Wiederentstehen.

Das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands
Im Staatsweingut Schloss Wackerbarth wird in herrschaftlichem Ambiente Sekt und Wein produziert. In Radebeul lebte auch der große Dichter Karl May, dessen Wohnhaus „Villa Shatterhand” heute Museum ist. Die Altstadt von Meißen mit 1500 historischen Gebäuden wird vom Burgberg mit der Albrechtsburg bekrönt. In der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen lässt sich die Herstellung des ältesten europäischen Porzellans miterleben.

Das Hahnemann-Zentrum in der Ruine des ehemaligen Zisterzienserklosters „Zum Heiligen Kreuz” ist dem in Meißen geborenen Begründer der Homöopathie gewidmet. Auf der anderen Elbseite laden reizvolle Weindörfer zum Rasten ein. Das Schloss in Diesbar-Seußlitz wurde von George Bähr im barocken Stil umgestaltet. Hier endet die Sächsische Weinstraße, die von Pirna aus als Ferienstraße durch das sächsische Anbaugebiet entlang der Elbe verläuft.

Zeugen der Geschichte
In der Kirche von Strehla befindet sich eine einzigartige Kanzel aus Keramik. Da sich das Schloss im Privatbesitz befindet, ist nur der Schlosspark frei zugänglich. Unten an der Elbe erinnert das Denkmal der Begegnung an das erste Aufeinandertreffen der sowjetischen und der amerikanischen Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs, das oftmals fälschlich der nahegelegenen Stadt Torgau zugeschrieben wird.

Über dem Fluss erhebt sich dort Schloss Hartenfels. In der sehenswerten, von der Renaissance geprägten Altstadt finden sich wichtige Stätten der Reformation. Man kann dort aber auch das Lieblingsgetränk von Martin Luther genießen, das dunkle Torgisch-Bier. Kein Wunder, dass Luther die Stadt mehr als vierzig Mal besucht hat.