Quellen des guten Klanges
Mit dem Fahrrad durch den Musikwinkel
In der südlichsten Ecke Sachsens verbreitet der ehemalige Kurort der sächsischen Könige seinen Glanz. Wer dort kurt, sollte nicht versäumen, das Umland auf dem Musikantenradweg zu erkunden. Denn im sächsischen Musikwinkel weiß man nicht nur hervorragende Instrumente zu bauen, sondern auch selbst zu musizieren. …weiter
Länge ca. 115 km
Links & Tipps
Weitere Routen
Wir haben für Sie noch weitere Routen zusammen gestellt, die Sie über diese Links erreichen können:
- Zwischen Natur und Kultur
- Wo Landschaft immer neu erfunden wird
- Tiefes Tal und hohe Burgen
- Quelle des guten Klanges
Herrschaftliches Ambiente
Bad Elster besitzt noch heute ein herrschaftliches Ambiente. Das Albert Bad sieht nicht nur aus wie ein Schloss, sondern verfügt auch über eine kostbare Innenausstattung. Das Königliche Kurhaus neben dem König Albert Theater, einem der bedeutendsten Hoftheater in Deutschland, erinnert an einen italienischen Renaissance-Palast.
In der KunstWandelhalle befindet sich das „Sächsische Bademuseum Bad Elster”, in dem man sich über die glanzvolle Geschichte des größten und schönsten Heilbades Sachsens informieren kann. Das Herz von Bad Elster ist aber der Kurpark, der sich als großes, historisch gewachsenes Ensemble aus weitläufigen Gärten und eleganten Gebäuden darstellt.
Bildansicht vergroessern- Albert Bad in Bad Elster
Perlen und Pfeiffen
Der Marktplatz der kleinen Stadt Adorf ist einer der schönsten des Vogtlandes. Das Städtische Museum befindet sich im Freiberger Tor, dem einzigen noch erhaltenen Torhaus. Die Ausstellung zur Flussperlenfischerei und Perlmutterwarenherstellung ist die größte museale Sammlung ihrer Art. Von 1625 bis 1900 war auch der Orgelbau in Adorf ein wichtiges Gewerbe. Heute beschränkt man sich auf die Zulieferung für die Musikinstrumentenindustrie. In der Miniaturschauanlage "Klein-Vogtland" kann man fünzig originalgetreue Modelle vogtländischer Sehenswürdigkeiten bewundern.
Zentrum des Instrumentenbaus
Eingebettet in die bewaldeten Ausläufer des Elstergebirges liegt im Schwarzbachtal die Stadt Markneukirchen, das Zentrum des deutschen Orchesterinstrumentenbaus mit 300-jähriger Tradition. Von Meisterhand gefertigte Streich-, Zupf-, Blech- und Holzblasinstrumente ertönen in fast allen namhaften Orchestern der Welt. Das Musikinstrumenten-Museum verfügt über eine riesige Sammlung Instrumenten aus der Region und aus aller Welt und befindet sich in einem spätbarocken Bürgerhaus, dem sogenannten Paulus-Schlösschen. Hüttels Musikwerkausstellung hält eine stattliche Privatsammlung mechanischer Musikinstrumente bereit. In und um Markneukirchen finden sich viele Instrumentenbauer, die sich gerne über die Schultern schauen lassen.
Bildansicht vergroessern- Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen
Spiel und Sport
Über Schöneck, den „Balkon des Vogtlands”, erreicht man Klingenthal, wo seit dem 19. Jahrhundert vor allem Mundharmonikas und Akkordeons hergestellt werden. Beide Instrumente wurden in Klingenthal erfunden. In der Schaumanufaktur kann man die Herstellung am besten miterleben.
Klingenthal ist aber auch ein bedeutender Wintersportort, der viele Olympiasieger hervorgebracht hat. Mit der Vogtlandarena verfügt man über die modernste Skisprungschanze der Welt. Sowohl in Klingenthal als auch in Markneukirchen finden jedes Jahr wichtige Musikwettbewerbe statt, die auch öffentliche Konzerte mit einschließen. Sehenswert in Klingenthal ist die Stadtkirche, die als erster barocker Zentralbau Sachsens über achteckigem Grundriss entstand und Vorbild für die weltberühmt gewordene kleinere Kirche in Seiffen war.
Bildansicht vergroessern- Vogtlandarena
Gas und Wasser
Bad Brambach besitzt die stärkste Radonquelle der Welt. Radon ist ein radioaktives Edelgas, das in Europa nur an wenigen Stellen verfügbar ist. Seit 1890 wurde Wasser aus den kohlensäurehaltigen Mineralquellen des Ortes versandt. Nachdem man den Radongehalt des Wassers erkannt hatte, begann 1912 der Kurbetrieb. Zwischen 1945 und 1957 war Bad Brambach von der Roten Armee besetzt, welche die Eisenquelle mit Marmor aus Hitlers Reichskanzlei neu fassen ließ. Heute herrscht ein moderner Badebetrieb, der wieder allen Gästen offen steht.
Südlichster Zipfel Sachsens
Raun steht wegen seiner alten Blockhäuser mit Umgebinde und reichverzierten Fachwerkgiebeln im Egerländer Stil komplett unter Denkmalschutz. Eine einmalige Sehenswürdigkeit ist die alte Pechsiederei, die Pechstoa. Weiter entlang der tschechischen Grenze gelangt man zum südlichsten Punkt Sachsens, dem Örtchen Schönberg. Das Ortsbild wird maßgeblich vom Schloss geprägt, in dem man für Sachsen einmalige Renaissance- und Barock-Stuckdecken, Kreuzgewölbe und Wandmalereien erblicken kann. Einen schönen Ausblick hat man vom Aussichtsturm auf dem 759 m hohen Kapellenberg, der höchsten Erhebung des Elstergebirges. Von hier ist es nicht weit zurück nach Bad Elster.

- Fenster eines Umgebindehauses

