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17.04.2007 | Pressemitteilung 18/2007

Sanierung des Daches der Albrechtsburg Meissen abgeschlossen

Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) hat die Sanierungsarbeiten am Dach der Albrechtsburg Meißen beendet.

„In die im Januar 2003 begonnene Sanierung investierte der Freistaat Sachsen rund 3,5 Millionen Euro. Wichtige Etappen der Sanierung waren die Schwammsanierung und die statisch-konstruktiven Maßnahmen an der Dach- und Deckenkonstruktion zum dritten Obergeschoss. Das Dachgeschoss wird künftig für kleinere Besuchergruppen im Rahmen von Sonderführungen zugänglich sein“, sagte Wolf Karl Reidner, Abteilungsleiter Vermögen und Hochbau im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen.

“Damit,“ so Schlösserlanddirektor Dr. Christian Striefler, „wird Deutschlands erster bedeutender Schlossbau um eine weitere Attraktion reicher: Seine ausgedehnte Kellerlandschaft aus verschiedenen Epochen ist heute schon ein Besuchermagnet.“

Baumeister Arnold von Westfalen begann 1470 mit dem Schlossneubau, der erst im Jahre 1520 beendet wurde. Die Nutzung durch die Porzellanmanufaktur, Brände und Vernachlässigungen führten immer wieder zu Reparaturen und zum Teil nicht fachgerechten Umbauten in der Dachkonstruktion.

Mitte des 19. Jahrhunderts stellte man erstmals starke Schäden am Dachstuhl durch Hausschwamm fest. Der Dachstuhl im Mittelbau wurde daher mit einer raumhohen Stahlkonstruktion stabilisiert. Holzschutztechnische Untersuchungen im Jahr 2000 ergaben Handlungsbedarf am Dach sowie an der Decke zum dritten Obergeschoss.

In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege verständigten sich die Schlösserverwaltung und SIB darauf, den ursprünglichen, stützenfreien Dachraum des Mittelbaus zurückzugewinnen. Die gusseisernen Anschlussstücke an die Balkenköpfe wurden gesichert und werden als Dokument der Baugeschichte aufbewahrt.

Die schwammbefallenen Hölzer wurden herausgeschnitten und durch neues Holz ersetzt. Außerdem wurden die in den 60er Jahren verwendeten Chemikalien zum Schutz des Holzes gegen tierischen und pflanzlichen Befall durch das sogenannte „Vakuum-Waschverfahren“ entfernt. Hierbei wird auf die Holzoberflächen maschinell Wasser gesprüht, das im gleichen Arbeitsgang mit Unterdruck wieder abgesaugt wird.

Insgesamt investierte der Freistaat Sachsen von 1991 bis heute rund 13 Millionen Euro in die Albrechtsburg Meißen.

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