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13.11.2006 | Pressemitteilung

Burg Mildenstein aktuell:

Enthüllung der neuen Informationsstele - Der Südflügel wird ausgebaut

Heute wurde auf der Burg Mildenstein die neue Informationsstele zum Baugeschehen auf der Burg enthüllt.

Peter Knierriem, Leiter des Schlossbetriebes Schlösser und Gärten im Muldental der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen freute sich bei seiner Begrüßung: „Im Dezember 2006 beginnt unter Leitung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), Niederlassung Leipzig I, als dritter Bauabschnitt der Innenausbau im Vorderschloss (Südflügel) der Burg Mildenstein. Der Freistaat Sachsen stellt dafür rund 1,43 Millionen Euro bereit. Die Fertigstellung ist für Februar 2008 geplant. Diesem Termin sehen wir mit großer Erwartung entgegen, denn dann wird die Burg Mildenstein wieder einen Teil ihrer Ursprünglichkeit zurückerhalten haben.“

Rainer Storch, Niederlassungsleiter der Niederlassung Leipzig I des Staatsbetriebs SIB erläuterte die geplante Baumaßnahme: „Alle Sanierungsmaßnahmen dieses anspruchsvollen Bauvorhabens erfolgen vom SIB in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege, da die originale Bausubstanz weitestgehend erhalten bleiben soll. Der Schwerpunkt des Innenausbaus liegt in der grundlegenden Sanierung der schwer geschädigten Geschossdecken. Gleichzeitig wird der Brandschutz den heutigen Anforderungen angepasst.
Die Bodenbeläge und die unterseitigen Deckenbekleidungen sind nahezu vollständig zu erneuern. Die museal genutzten Bereiche erhalten eine  spezielle Bodentemperierung. Künftig soll die bisher ab dem zweiten Obergeschoss abgedeckelte „barocke Steintreppe“ wieder das Gebäude erschließen. Dafür wird die im ausgehenden 19. Jahrhundert nachträglich eingefügte Innentreppe – auch die „Treppe nach Gurlitt“ genannt – zurückgebaut.
Besonderes Augenmerk wird auf die Reparatur und Erhaltung der ehemaligen Gefängniszellen und Zellengänge aus dem 18. Jahrhundert gelegt. Einbauten aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts müssen weichen. Die farbige Innenfassade der früheren Gefängniskapelle wird konserviert und restauriert. Später sollen hier Sonderführungen für die Besucher stattfinden, bei denen diese die noch vollkommen intakte Struktur des Strafvollzugs des 18. Jahrhunderts kennenlernen können.“

Hintergrund:
Perspektivisch ist in zwei weiteren Bauabschnitten die Sanierung des Hinterschlosses und der Freianlagen vorgesehen.

In einem ersten Bauabschnitt wurden ein Teil des Vorderschlosses (Westflügel) und der Bergfried für rund 2,28 Millionen Euro saniert.

Die Baumaßnahmen des noch bis April 2007 laufenden zweiten Bauabschnittes mit Kosten von rund 5,79 Millionen Euro beinhalten
• die Außensanierung des Vorderschlosses mit dem markanten Kornhaus (Südflügel)
• die Sanierung des Mittelschlosses (Wohnhäuser, Dachinstandsetzung Kapelle)
• die Instandsetzungsarbeiten an Pagenhaus und westlichem Wohnbau sowie diverse Werterhaltungsmaßnahmen.
Diese umfangreichen Sanierungsarbeiten wurden im April 2004 begonnen.

1. Vorderschloss – Baumaßnahme abgeschlossen
Erneuerung der Dachdeckung nach historischem Vorbild in altdeutscher Schieferdeckung, Arbeiten an den Natursteingewänden aus Porphyr und Sanierung des besonders sehenswerten Dachstuhles im Kornhaus, der auch später im Museumsrundgang zu besichtigen sein wird.

2. Mittelschloss
Das Mittelschloss besteht aus den drei ehemaligen Wohnhäusern und der Burgkapelle. Die Wohnhäuser werden komplett saniert. Nach der Sanierung der Dachstühle und Dachdeckung und dem Innenausbau erfolgen zurzeit die Außenputzarbeiten. Nach Fertigstellung der Wohnhäuser wird hier die Verwaltung der Burg Mildenstein einziehen.
Die Kapelle beherbergt bereits einen Ausstellungsraum. Die Bauleistungen hier beinhalten die Sanierung des Daches einschließlich der Dachdeckung. Zudem wurde der hofseitige Giebel aufgemauert.

3. Pagenhaus - Baumaßnahme abgeschlossen
Die Instandsetzungsarbeiten des Pagenhauses waren notwendig, um es während der Sanierungsarbeiten am Vorderschloss als Depot für Museumsgut nutzen zu können.

Peter Dietz, Referatsleiter Bau in der Zentrale der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen erläuterte die neue Aktion „Baustellenmarketing“, die im Mai 2006 am Moritzburger Fasanenschlösschen begonnen hatte:

„Der Besucher erhält in deutscher und englischer Sprache einen ausführlichen Überblick über die Geschichte sowie über die baulichen Maßnahmen. Ein Luftbild mit Lageplan und eine generalisierte Sachsenkarte, auf der alle Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten mit ihren Vignetten zu sehen sind, runden die Besucherinformation ab.
 Die Stelen haben einen dreiseitigen Grundriss, wobei die Seitenteile leicht gewölbt sind. Träger der Stele ist ein dreieckiger Träger aus Stahl. Die gewölbten Seitenteile bestehen ebenfalls aus Stahl. Alle Stahlelemente sind mit einer hellgrauen Farbschicht versehen. Die Informationen sind als Folie auf die Seitenteile aufgezogen und können später entfernt werden, so dass die Stele wieder verwendbar ist. Die Abmessungen sind: Höhe: 222,5 cm; Seitenbreite 54 cm. Die Stele ist mit einem Erdanker, einer Betonhülse mit Schraubgewinde im Boden verankert.“

Abschließend stellte Peter Dietz fest, dass der bisherige Verlauf der Aktion „Baustellenmarketing“ in den betroffenen Schlossbetrieben und bei den Besuchern bereits sehr großen Anklang gefunden hat.

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