Starke Freunde: Pionierphase nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen

19.06.2017 | Pressemitteilung 17 | 2017

Freundeskreis Schlösserland Sachsen e. V. bereichert Sachsens Schlösserlandschaft mit aktiver Ehrenamtsarbeit und privaten Spendeneinnahmen. Bei der 3. Jahreshauptversammlung am 18. Juni auf Schloss Hirschstein (Kreis Meißen) zieht der Vorstand positive Bilanz und läutet die Konsolidierungsphase ein.

„Wir haben bei fast Null angefangen“, meint Ulrike Peter, Marketingleiterin der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen und seit Bestehen des Vereins aktiv im geschäftsführenden Vorstand tätig. Sie hatte schon seit 2010 intensiv über die Möglichkeiten eines Dach-Vereins für Sachsens Schlösser, Burgen und Gärten recherchiert. 2013 ging die SBG gGmbH mit dem Projekt an die Öffentlichkeit. Schon im Vorfeld der eigentlichen Gründungsveranstaltung am 21. November im Dresdner Zwinger war ein großer Zuspruch aus der Bevölkerung zu spüren. Seit dem 3. April 2014 ist der Verein offiziell im Vereinsregister eingetragen.


Die Zahlen steigen.
Derzeit zählt der Verein 178 Mitglieder, darunter 25 Verine und sieben fördernde Mitglieder. Spendenabschlüsse wurden bisher im Wert von rd. 200.000 Euro getätigt, die der SBG gGmbH für Projekte in deren Liegenschaften (Moritzburg/Dresdner Zwinger) zugute kommen werden.
Viele Stunden Ehrenamtsarbeit flossen bisher in die Betreuung der ersten vier Spendenprojekte und in die Verwaltung und Bewerbung des Vereins, welcher in erster Linie zur Unterstützung der Arbeit der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH wirkt, aber auch nichtstaatliche Schlösser und ähnliche Anlagen fördern möchte.


Erfolreiche Spendenprojekte
So ist es ein gutes Stück dem Verein und seinen Mitgliedern zu verdanken, dass der Einzug der Orangenbäume in den Dresdner Zwinger am 20. Mai 2017 mit einem barocken Schauspiel für die Dresdner und Paten so lebendig gefeiert werden konnte und nahezu für alle dort jetzt platzierten Orangenbäume die Bewirtschaftung für die SBG gGmbH über Patenschaften abgesichert ist. „Unsere aktiven Mitglieder und Vereine, insbesondere der Verein Barock in Dresden e. V. und die Glauchauer Schlosskompanie e. V. und die für das Event aktiven Beiratsmitglieder haben hier unglaubliches geleistet“, unterstreicht Vorstandsvorsizender Matthias Donath. Seit dem Fest konnten noch weitere zehn neue Paten gewonnen werden. Aktuell stehen noch vierzehn von 76 Bäume für eine Patenschaft zur Verfügung.


Der Verein treibt auch die Vernetzung von Sachsens Schlösservereinen voran. Am 26. August findet der 3. Sächsische Schlössertag auf Schloss Schlettau statt. Ziel der Veranstaltung ist es, das Miteinander der Vereine und Akteure zu stärken, über aktuelle Fachthemen zu informieren und Problemstellungen aus dem Alltag der Vereine zu diskutieren.  



Der Vorstand formiert sich neu
Auf der Mitglieder versammlung wurde die Wahl der Vorstandsmitglieder mit folgender Besetzung für die kommenden drei Jahre besiegelt:


Vorsitzender: Dr. Matthias Donath (wiedergewählt), Erste Stellvertreterin: Ulrike Peter (wiedergewählt), zweite Stellvertreterin: Kerstin Pollmer, Schatzmeisterin: Hertha E. Steincke (wiedergewählt), Schriftführerin: Uta Moritz


Der Vorstand wurde aufgrund der gewachsenen Aufgaben um den Vorstand Ehrenamt erweiterert. Das Amt wird für die nächsten drei Jahre André Jäger aus Chemnitz übernehmen. Ebenso wurden die Mitglieder der vier Beiräte Strategie & Netzwerke; Veranstaltungen & Projekte; Marketing, Mitglieder & Fundraising und dem Beirat Gärten bestätigt.


Künftig mehr Projekte im ländlichen Raum

Zuvorderst möchte sich der Verein – nach erfolgreichem Abschluss der beiden Spendenprojekte im Dresdner Raum, die Finanzierung der Bewirtschaftung von 76 Orangenbäume für den Dresdner Zwinger und die Aufstellung von 23 historischen Bänken in der Kulturlandschaft Moritzburg – jetzt den Projekten in ländlichen Raum widmen: Die Finanzierung der Wiederherstellung der Orgel in der Colditzer Schlosskapelle und der Wiederaufbau des Schlossturms in Lauterbach (Gemeinde Ebersbach, Landkreis Meißen).


Der Verein ist zuversichtlich, die Patenschafts-Konzepte erfolgreich zu übertragen. Neue Projekte sollen frühestens 2018 den Mitglieder zu Wahl gestellt werden. Die Konsoliderung des Vereins steht derzeit im Vordergrund. „Wir haben gemerkt, dass wir an unsere Grenzen stoßen. Wir haben inzwischen so viele Mitglieder und Spender, dass wir die Betreuung nicht mehr ehrenamtlich organisieren können“ Daher werde der Verein, so Matthias Donath, eine geringfügig Beschäftigte für Verwaltungsaufgaben und die Betreuung der Spender und Mitglieder eingestellt.



Blick in die Zukunft der sächsischen Schlösser, Burgen und Gärten
„Der Verein wird weiterhin Einzelprojekte in staatlichen, kommunalen und privaten Schlössern fördern“, sagt Matthias Donath, der Vorsitzende des Vereins. Er bedauert, dass es nicht möglich sei, Mittel für größere Projekte wie Schlosssanierungen oder Pflege von Parkanlagen auszureichen. Er hofft auf die Gründung einer Stiftung für das kulturelle Erbe Sachsens. „Das wäre richtige Weg, um auch die kleinen und nicht so bekannten Schlösser und Herrenhäuser zu retten und den Vereinen, die sich vor Ort engagieren, zu helfen.“



Der Freundeskreis Schlösserland Sachsen e.V.
Mehr Informationen zum Verein und den Spendenprojekten: http://www.schloesserland-freundeskreis.de, https://www.facebook.com/starkefreunde.schloesserland

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