Die Schönen der Oberlausitz

Die Oberlausitz – ein Land voller Geschichte. Reich geworden durch den Handel auf der Via Regia besticht die Oberlausitz heute vor allem durch ihre einmalige Naturschönheit. Nahe Bautzen tankt die Spree Kraft um im 400km entfernten Berlin in die Havel zu münden.  Schon jetzt beeindrucken die stillgelegten Braunkohlegruben, die zu dem Naturschutzgebiet Lausitzer Seenland heran wachsen. Faszinierend sind auch die mit viel Liebe restaurierten Umgebindehäuser, die eng mit dem Industriezweig der Weberei verbunden sind.  

Gerade zur Osterzeit gibt es in der Oberlausitz besonders viel zu sehen und zu hören. Die noch traditionell nach sorbischem Brauchtum filigran-ornamental bemalten Ostereier verzücken Groß und Klein und die festlich geschmückten Osterreiter erfreuen die Besucher von ihren Pferden aus mit kirchlichen Liedern.

Barockschloss Rammenau (A)

Ganz im Westen des Oberlausitzgebietes steht Sachsens schönste Landbarockanlage. Umfassend renoviert zeigen sich die vielfältigen spätbarocken und frühklassizistischen Räume, die den Gast in die Zeit um 1800 versetzen. Das Schloss selbst erlebte bereits eine wechselvolle Geschichte: Viele Umbauten im 18. Jahrhundert veränderten das Antlitz des Rittergutes.  Seit 1993 sind das Schloss sowie der Park im Besitz des Freistaates Sachsen. Vielfalt und ästhetische Fülle findet der Gast hier übrigens nicht nur bei der Innenarchitektur, sondern auch in kulinarischer Hinsicht. Der Küchenmeister und die Kammerzofen kredenzen in den historischen Speisesalons außergewöhnliche Menüs, die Lausitzer Bodenständigkeit und mediterrane Frische gekonnt zu kombinieren wissen.

Jedes Jahr zum letzten Augustwochenende finden in Rammenau die Internationalen Oberlausitzer Leinentage statt. Designer und Kunsthandwerker aus verschiedenen europäischen Ländern zeigen hier ihre Produkte, während das Programm durch Konzerte und Kinderunterhaltung abgerundet wird.

Weiter zu Station B - Schloss und Park Neschwitz, ca. 23km

 

Schloss und Park Neschwitz (B)

Ein kleines Juwel befindet sich ganz in der Nähe von Bautzen: Das Schloss und der Park Neschwitz. Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaute Sommerresidenz wurde von Herzog von Württemberg-Teck für sich und seine Gemahlin in Auftrag gegeben. Die ehemalige Wasserburg wurde durch einen neunachsigen Schlossbau ersetzt, der von vier Pavillons begleitet wird. Von hier aus lassen sich herrliche Sichtachsen in den im französischen Stil angelegten Garten erleben. Bis hin zum angrenzenden englischen Landschaftsgarten lässt sich bei schönem Wetter der Blick in die »verblauende Ferne« genießen. Im Erdgeschoss des Schlosses ist die Ausstellung »Die Herrschaft von Neschwitz und ihre benachbarten Herrenhäuser« zu sehen. Wandmalerei im pompejischen Stil des Schlosssaales und einer »Kleinen Galerie« mit Werken der bildenden Kunst sind weitere Höhepunkte der Ausstellung.

weiter zu Station C - Ortenburg Bautzen, ca. 15km

Ortenburg Bautzen (C)

Die schon erwähnte Via Regia, die »Königsstraße«, brachte Wohlstand in das Gebiet der Oberlausitz, der sich noch heute anhand der reichen und vielfältigen Architektur Bautzens erkennen lässt. Hoch über der Spree thront die Ortenburg auf einem Granitfels, der die Stadt mit ihren Türmen zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen erhebt.  Die Ortenburg, einst Machtzentrum der Oberlausitz, ist heute ein frei zugänglicher Gebäudekomplex. Im Hauptgebäude ist das sächsische Oberverwaltungsgericht untergebracht. Nebenan im alten Salzhaus befindet sich das Sorbische Museum. Hier wird dem interessierten Gast ein Einblick in das Leben und den Brauchtum der Sorben sowie über Herkunft und Sprache gegeben.

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen veranstaltet jedes Jahr den Theatersommer, der alljährlich fast 30.000 Besucher in die Stadt lockt.

weiter zu Station D - Schloss Krobnitz, ca. 29km

Schloss Krobnitz (D)

Wer hätte zwischen Bautzen und Görlitz ein Stück Preußen erwartet? Doch Ende des 19. Jahrhunderts unterstand Niederschlesien noch Berlin. Und so wundert es nicht, dass der preußische Kriegsminister und Generalfeldmarschall Graf von Roon sich gerade hier heimisch niederließ. Er ließ das Barocke Herrenhaus im Neoklassizistischem Stil umgestalten sowie den angrenzenden Park erweitern und eine Familiengruft anlegen. Nach langjähriger Sanierung strahlt das Schloss wieder in die umliegende idyllische Landschaft und zeigt dem Gast Interessantes zur Architekturgeschichte der Oberlausitz im 19. Jahrhundert sowie ein Roon- Kabinett.

weiter zu Station E - Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, ca. 48km

Fürst-Pückler-Park Bad Muskau (E)

Lassen Sie sich zum Ende der Route gemütlich mit der Kutsche oder dem Fahrrad durch diesen einzigartigen Park führen. Fürst Pückler-Muskau ließ sich von englischen Gartenkünstlern inspirieren und schuf auf 830 Hektar ein Gesamtkunstwerk, das die unendlich scheinende Landschaft mit dem optischen Zentrum, dem Neuen Schloss, harmonisch miteinander verbindet. Im seit 2004 als deutsch-polnische UNESCO-Welterbestätte eingetragenen Muskauer Park können Sie erleben wie Pückler mit Eichen, Linden, Buchen und Pappeln, weiten Wiesen, geschickt angelegten Wegen und den um das Schloss platzierten Blumengärten ein eindrucksvolles Gartenkunstwerk schuf. Im Schlossmuseum haben Sie in der spektakuläre Ausstellung »Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!« die Möglichkeit mehr über die verschiedenen Facetten des Fürsten zu erfahren.

   

Weitere Ausflugtipps

Nicht nur Hussiten, Schweden, Preußen und Franzosen haben die Burg Stolpen im Laufe der Zeit verändert, sondern auch Pest und Brände zogen über sie hinweg. Wahre Berühmtheit erlangte die Burg aber durch seine langjährigste Bewohnerin: Der Gräfin Cosel. 

In Radeberg befindet sich im Schloss das Museum Klippenstein, das über Schloss- und Stadtgeschichte informiert. Im neu gestalteten Ausstellungbereich gibt es auch für die Kleinsten Interessantes über das Leben in und um eine mittelalterliche Burg zu erfahren.

Übernachtungstipps

Auf der Reise zu den Gärten der Könige können Sie auch königlich logieren: Das Schlosshotel Gaußig, eine der herausragenden Schlossanlagen der Oberlausitz, ist heute ein Hotel, dessen Räumlichkeiten den Esprit vergangener Zeiten mit den zeitgenössischen Anforderungen an Komfort und Luxus verschmelzen lassen.

Übernachten Sie in der Schloss-Suite und genießen Sie ein ganz besonderes Erlebnis. Es liegt an Ihnen, diesen Traum mit zu träumen und dabei die einzigartige Faszination der Schlossanlage in Rammenau zu entdecken. Die Kammerzofen erwarten Sie.

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