Schloss FreudensteinSchätze der Erde
Den Stein der Weisen wird man hier nicht finden, dafür aber alles, was die Herzen von Geologen und Mineraliensammlern höher schlagen lässt. Freudenstein trägt seinen Namen mit vollster Berechtigung, denn es birgt einen Schatz von Weltgeltung, der nicht nur das wissenschaftlich interessierte Publikum immer wieder verzaubert.
Die Ausstellung »terra mineralia« der TU Bergakademie Freiberg ist nicht weniger als die größte private mineralogische Sammlung der Welt. Etwa 3.500 der insgesamt 80.000 Exponate umfassenden Sammlung der in Sachsen geborenen Wella-Erbin Dr. Erika Pohl-Ströher sind auf Schloss Freudenstein als Dauerleihgaben zu sehen. Es sind spektakuläre und berückend schöne Zeugnisse der Erdgeschichte von fünf Kontinenten.
Das Strahlen der Exponate wirkt umso stärker, weil »terra mineralia« in einem eigens für die Ausstellung umgestalteten Teil des Schlosses Freudenstein zu sehen ist. Funktionale Architektur des dritten Jahrtausends verschmilzt hier mit in 700 Jahren gewachsenen Baustrukturen und gewährt Äonen alten Kristallen und Edelsteinen die denkbar beste Bühne. In den angrenzenden Räumlichkeiten versammelt das Bergarchiv Freiberg Artefakte und montanwissenschaftliche Dokumente aus sechs Jahrhunderten und rundet so den Spaziergang durch die Schatzkammern der Tiefe perfekt ab.
Die Fokussierung auf Reichtümer der Erdkruste kommt in Freiberg nicht von ungefähr, denn die Burg, aus der Schloss Freudenstein einst entstand, diente ursprünglich dazu, dem noch jungen Silberbergbau der Region Schutz vor Raub und Plünderung zu gewähren – Freudenstein schützte damit das, was Sachsen über Jahrhunderte hinweg zu einem blühenden Land machen sollte.








